Zugverkehr
CFL nennt beschädigte Oberleitung als Ursache für Störungen am Samstag
Ein Stromausfall hat am Samstag den Zugverkehr in Luxemburg stark beeinträchtigt. Erst am Abend normalisierte sich der Betrieb.
Wegen eines Stromausfalls kam es am Samstag zu erheblichen Beeinträchtigungen in Luxemburgs Zugverkehr Symbolfoto: Editpress/Julien Garroy
Ein Stromausfall hat am Samstag den Zugverkehr in Luxemburg erheblich beeinträchtigt und mehrere Strecken zeitweise lahmgelegt. Wie die CFL am Montag mitteilte, stellten technische Teams kurz nach 8.00 Uhr eine Störung nördlich des Bahnhofs Bettemburg fest. Ursache war demnach eine beschädigte Oberleitung, die infolge eines Bruchs des Tragseils auf die Gleise gesunken war und mehrere Stromausfälle auslöste.
Die Eisenbahngesellschaft unterbrach daraufhin aus Sicherheitsgründen den gesamten Zugverkehr und organisierte Ersatzbusse für die betroffenen Fahrgäste.
Nachdem die CFL die Oberleitungen mit 25.000 Volt spannungsfrei geschaltet und geerdet hatte, konnten die technischen Teams Reparaturarbeiten an den elektrischen Traktionsanlagen vornehmen. Im Anschluss konnte der Bahnverkehr teilweise wieder aufgenommen werden. Ein Teil Bahnhofs Bettembourg blieb jedoch weiterhin beeinträchtigt.
Erneuter Stromausfall am Nachmittag
Zahlreiche Züge, die auf freier Strecke oder in Bahnhöfen zum Stillstand gekommen waren, konnten zunächst nicht weiterfahren. Besonders betroffen waren die Verbindungen Luxemburg-Thionville-Metz sowie Luxemburg-Esch-Rodange.
Gegen 15.15 Uhr kam es im selben Bereich zu einem erneuten Stromausfall, der weitere Eingriffe notwendig machte. Erst nach umfangreichen Reparaturarbeiten konnte die Stromversorgung wieder stabilisiert werden. Der Zugverkehr wurde schließlich nach 22.0 Uhr schrittweise wieder aufgenommen, so die CFL.
Der Vorfall steht laut der Gesellschaft im Zusammenhang mit einer besonderen Stromversorgungssituation: Wegen Arbeiten im Umspannwerk Berchem wird das Umspannwerk Belval seit Wochen über die Gleise zwischen Bettemburg und Luxemburg versorgt. Dadurch wurden die Anlagen stärker belastet. (les)