Spezialkommission
Spuerkeess sieht keine Fehler: Die Rolle der Banken in der Affäre Caritas
Eine Frage treibt Land und Politik seit vergangenen Sommer um: Hätten die Banken die betrügerischen Überweisungen von der Caritas nach Spanien entdecken müssen? Am Montag stand die Spuerkeess zum ersten Mal den Abgeordneten der Chamber Rede und Antwort. Doch echte Antworten gibt es wenige.
Vor der Sitzung: Kommissionspräsident Charel Weiler (CSV) und die Generaldirektorin der Spuerkeess, Françoise Thoma Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Von einer „schwerfälligen Sitzung“ spricht Taina Bofferding, Fraktionschefin der LSAP und Berichterstatterin der Spezialkommission „Caritas“, am Ende. Am Montagnachmittag hatten die Parlamentarier zum ersten Mal Vertreter einer der drei Banken eingeladen, die eine zentrale Rolle beim vermeintlichen Präsidentenbetrug im vergangenen Jahr gespielt hatten: die Spuerkeess, vertreten unter anderem durch ihre Generaldirektorin Françoise Thoma. Bei eben jener staatlichen Bank hatte die Finanzdirektorin der Caritas Anfang Juni 2024 Kreditlinien in Höhe von zehn Millionen Euro angefragt. Die Begründung: Wegen des Regierungswechsels verzögere sich von staatlicher Seite aus die Zahlung der Gelder aus den Konventionen für 2024, man brauche aber Geld, um laufende Ausgaben zu decken. Mit derselben Begründung hatte die Caritas in Person der Finanzdirektorin bereits seit Ende März bei der BGL BNP Paribas Kredite über insgesamt 21 Millionen Euro bewilligt bekommen. Ende Juni gab auch die Spuerkeess grünes Licht.