Deutschland

So hat sich die Wirtschaft nach 35 Jahren Einheit entwickelt

Auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung ist in Ostdeutschland das Gefühl des wirtschaftlichen Abgehängtseins und der Enttäuschung verbreitet – was die Gefahr der politischen Destabilisierung steigert. Doch die Stimmung sei schlechter als die Lage, betonen führende Ökonomen.

Ein Mitarbeiter geht an Drahtrollen in den Elbe-Stahlwerken Feralpi in Riesa vorbei: Die Wirtschaft in Ostdeutschland dreht besser als gedacht

Ein Mitarbeiter geht an Drahtrollen in den Elbe-Stahlwerken Feralpi in Riesa vorbei: Die Wirtschaft in Ostdeutschland dreht besser als gedacht Foto: Jan Woitas/dpa

Blühende Landschaften? 35 Jahre nach der Wiedervereinigung von West und Ost erinnert sich die Republik wieder an dieses nie eingelöste Versprechen des Einheits-Kanzlers Helmut Kohl. Der CDU-Politiker hatte den Ostdeutschen 1990 blühende wirtschaftliche Landschaften innerhalb weniger Jahre versprochen – und damit den Grundstein für die bis heute enttäuschten Erwartungen bei vielen Ostdeutschen gelegt, wie sich in aktuellen Umfragen zur Stimmungslage zeigt. Nach dem jüngsten ZDF-„Politbarometer“ etwa sehen 47 Prozent der Menschen im Westen und eine Mehrheit von 57 Prozent im Osten die Probleme der Wiedervereinigung auch 35 Jahre später zu einem großen Teil als ungelöst an.

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