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Niedertracht! – Mil Lorang über Beobachtungen zur Vermischung von Holocaust und Nahostkonflikt
Am 22. Februar 2025 wurde in Berlin am Holocaust-Mahnmal ein spanischer Tourist von einem 19 Jahre alten Flüchtling aus Syrien niedergestochen, weil dieser einer Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft zufolge den Plan hatte, „Juden zu töten“. Es sollen Zusammenhänge zum Nahostkonflikt bestehen und der Tatort sei bewusst ausgewählt worden. „Bei der Festnahme führte der 19-Jährige in seinem Rucksack einen Gebetsteppich, einen Koran, einen Zettel mit Versen aus dem Koran, versehen mit dem gestrigen Datum, und die mutmaßliche Tatwaffe mit sich, was auf eine religiöse Motivation hindeutet“, so die Pressemitteilung.1)
Foto: dpa
Am 1. Februar 2025 fand in Luxemburg eine Konferenz mit dem tendenziösen Titel „Exploiting Memory: the Holocaust and the distortion of antisemitism“ (Ausbeutung des Gedenkens: Der Holocaust und die Verzerrung des Antisemitismus) statt. Auf dem Konferenzflyer ist im Hintergrund das Berliner Holocaust-Mahnmal zu sehen. Aus dem Inhalt, also dem „Kleingedruckten“, geht hervor, dass es sich um Themen handelt, die im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt sowie der Politik im Staate Israel stehen. Noch interessanter wird es, wenn man zur Kenntnis nimmt, wessen Initiative diese Veranstaltung war, nämlich diejenige einer Gruppe von acht pro-palästinensischen Organisationen, die sich unter dem Sammelbegriff „Collectives for Palestine“ präsentiert, sowie dem Luxemburger Ableger der italienischen Resistenzorganisation ANPI.2)