Caritas-Skandal

Weitere Festnahme: Mutmaßlicher Betrüger aus Bulgarien sitzt in Sanem in Untersuchungshaft

Die Luxemburger Staatsanwaltschaft hat vor einer Woche acht Festnahmen im Ausland gemeldet. Ein weiterer Verdächtiger im Caritas-Skandal sitzt jetzt in Sanem in Untersuchungshaft.

Ein Bulgare wird im Caritas-Skandal wegen „Fälschung, Betrug, Geldwäsche, Bildung einer kriminellen Vereinigung im Rahmen dieser Geldwäsche sowie wegen krimineller Organisation“ gesucht

Ein Bulgare wird im Caritas-Skandal wegen „Fälschung, Betrug, Geldwäsche, Bildung einer kriminellen Vereinigung im Rahmen dieser Geldwäsche sowie wegen krimineller Organisation“ gesucht Foto: dpa/Peter Kneffel

Die Staatsanwaltschaft hat vor einer Woche einen Fahndungserfolg im Fall Caritas gemeldet. Nicht dabei war jedoch ein Bulgare, der im Caritas-Skandal wegen „Fälschung, Betrug, Geldwäsche, Bildung einer kriminellen Vereinigung im Rahmen dieser Geldwäsche sowie wegen krimineller Organisation“ gesucht wird. Jetzt sitzt auch dieser Verdächtige in Sanem in Untersuchungshaft, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem Tageblatt bestätigt.

Die acht Verdächtigen wurden vergangene Woche bei „einer konzertierten Aktion“ mit den Polizeidiensten in Bulgarien, Frankreich und Großbritannien festgenommen.

61 Millionen verschwunden

Von den Konten der Luxemburger Caritas waren im Frühjahr 2024 über mehrere Hundert Überweisungen insgesamt 61 Millionen Euro verschwunden. Im Zentrum des Skandals: die Finanzdirektorin der Organisation. Sie war möglicherweise auf einen Finanzschwindel einer bulgarischen Betrügerbande hereingefallen, die mit einer der Finanzdirektorin nahestehenden Hellseherin zusammengearbeitet haben soll. Warnhinweise auf einen möglichen Betrug gab es zuvor einige.

Die Caritas in ihrer damaligen Form wurde wegen des Skandals abgewickelt. Ihre Nachfolge trat die Organisation HUT an. Mit der Aufarbeitung des Skandals beschäftigt sich auch eine Kommission im Luxemburger Parlament.

In einer früheren Version des Artikels hieß es, der mutmaßliche Betrüger aus Bulgarien sei noch auf freiem Fuß. Wir haben unseren Fehler korrigiert.

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