EU-Parlament
Luxemburgischer EP-Abgeordneter Fernand Kartheiser will Sprachregeln ändern
Nach seiner missglückten Rede im Europäischen Parlament (EP) schlägt der luxemburgische EU-Parlamentarier Fernand Kartheiser in einem Schreiben an die EP-Präsidentin Roberta Metsola eine Änderung der Geschäftsordnung vor. Sein Ziel ist es, in der Volksvertretung Luxemburgisch zu sprechen.
Der luxemburgische EP-Abgeordnete Fernand Kartheiser – hier als Redner während einer anderen Debatte – hadert mit den Sprachregeln im EU-Parlament Foto: Fred Marvaux/European Union 2024/EP
Der luxemburgische EU-Parlamentarier der Fraktion „Europa der Konservativen und Reformer“ (EKR), Fernand Kartheiser, hat am Montagabend seine – in französischer Sprache verfasste – Ankündigung in die Tat umgesetzt und im Europäischen Parlament eine Rede in luxemburgischer Sprache zumindest begonnen. Nachdem ihm im Rahmen der „Ausführungen von einer Minute“ vom Sitzungspräsidenten Esteban Gonzalez Pons das Wort erteilt wurde, hob Kartheiser an: „Villmools Merci Här President. Als Nationalsprooch vun engem Memberland vun eiser Unioun huet Lëtzebuergesch e Recht op e Statut an dësem héijen Haus esou wéi all déi aner Sproochen och.“ Noch bevor Kartheiser den Satz zu Ende gesprochen hatte, unterbrach ihn der Spanier – wie zu erwarten. Denn nach den ersten Worten von Kartheiser meldeten sich auch die Dolmetscher: „Die Dolmetscher möchten an dieser Stelle anmerken, dass die Rede nicht verdolmetscht werden kann, weil sie in einer Nicht-EU-Amtssprache gehalten wird.“