Nächste Baustellen in Bettemburg
Luxemburger Straße wird neugestaltet, Flüchtlingsheim kommt
Informationsveranstaltung gestern Abend im Festsaal der Gemeinde Bettemburg. Die Neugestaltung des Ortseingangs an der Luxemburger Straße wurde vorgestellt. Noch bevor die Arbeiten an der neuen Hammerel-Brücke abgeschlossen sind, steht Bettemburg ein weiteres Großprojekt bevor.
Gut 120 Interessierte fanden sich zur Bürgerversammlung im Schloss ein, um sich über die Bauarbeiten von ca. anderthalb Jahren an der Luxemburger Straße und über ein Flüchtlingsheim für 20 Minderjährige im Bernini-Gebäude zu informieren Fotos: Editpress/Alain Rischard
In Zusammenarbeit mit der Straßenbauverwaltung plant die Gemeinde Bettemburg umfangreiche Umbauten an der Kreuzung der N31 mit dem CR186 an der Luxemburger Straße. Das liegt am Ortseingang in der Nähe des „Shopping Park“, wo sich auch die Abzweigung nach Kockelscheuer befindet. Der Baubeginn ist für den 3. Februar angesetzt, mit einer voraussichtlichen Bauzeit von rund 300 Arbeitstagen – was zirka anderthalb Jahren entspreche, so Max Schroeder. Während des Kollektivurlaubs sei Pause, ansonsten würde von montags bis freitags gearbeitet, so der Bauingenieur vom Planungsbüro Schroeder.
Gut 120 Interessierte fanden sich am Montagabend im Festsaal des Schlosses ein, um mehr über die geplanten Arbeiten, ihre Auswirkungen sowie über ein in der Luxemburger Straße vorgesehenes Flüchtlingsheim zu erfahren.
Eine Information gleich vorweg: Solange die Hammerel-Brücke weiterhin für jegliches Transportmittel gesperrt bleibt – voraussichtlich bis April –, sollen die Arbeiten an der route de Luxembourg mit minimalen Einschränkungen für den allgemeinen Verkehr durchgeführt werden. Erst nach Eröffnung der Brücke werde möglicherweise öfters auf Verkehrsregelung durch Ampeln zurückgegriffen, heißt es.
Ziele des Projekts
Bei der Umsetzung der Arbeiten werden verschiedene Ziele verfolgt:
– Neugestaltung der Kreuzung: Eine intelligente Ampelanlage soll den Verkehrsfluss in Abhängigkeit von der Verkehrsdichte regeln.
– Modernisierung des Trinkwassernetzes: Die Leitung aus dem Wasserbecken „Jongebësch“ wird verstärkt und erweitert.
– Sicherere Infrastruktur: Gehwege werden renoviert und verbreitert und stehen in Zukunft sowohl Fußgängern als auch Radfahrern zur Verfügung. Bushaltestellen werden modernisiert und mit barrierefreien Zugängen versehen.
– Für mehr Sicherheit: Ein bedarfsgesteuerter Fußgängerüberweg mit Mittelinsel in Höhe der Bushaltestelle „Fankenacker“.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Sehbehinderung. Zudem wird bereits der Anschluss an den zukünftigen „Vëloexpresswee“ PC103 entlang der Bahnlinie Bettemburg-Luxemburg vorbereitet.
Die geplante Baustelle an der Luxemburger Straße ist Teil eines umfassenderen Erneuerungsplans der Gemeinde. Parallel dazu laufen die Planungen zur Umgestaltung der Escher Straße nahe Schloss und Kirche. Hier sollen die Versorgungsnetze modernisiert, eine 30er-Zone eingeführt und der Kirchplatz neugestaltet werden. Ebenfalls auf der Agenda: die Neugestaltung der Kirchenstraße in Hüncheringen. Die genauen Termine stehen noch aus.
Flüchtlingsheim
Informationen gab es am Montagabend auch über ein geplantes Flüchtlingsheim in der Luxemburger Straße. Es soll im Gebäude des Hotel-Restaurants „Bernini“ untergebracht werden und 20 minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen Platz bieten. Eine Prinzipienentscheidung in dem Sinne ist bereits vor geraumer Zeit im Gemeinderat getroffen worden. Als dann der Betreiber des „Bernini“ ankündigte, seine Aktivitäten einstellen zu wollen, machten die Gemeindeverantwortlichen Nägel mit Köpfen.
Eigentlich hätte das Projekt mit der Caritas realisiert werden sollen, nun übernimmt die Nachfolgeorganisation „Hut“ die Verwaltung. Das Gebäude wird von den „Oeuvres paroissiales Saint-Martin“ Düdelingen vorfinanziert. Die OPD erhalten vom Staat eine Miete und stellen das Gebäude „Hut“ zur Verfügung. Nach dem Umbau würden die jungen Leute rund um die Uhr in der Unterkunft betreut. Ob ihres Alters würde keiner von ihnen eine Grundschule in Bettemburg besuchen. Die Gemeinde erteile zwar die Baugenehmigung, habe ansonsten aber nichts mit der Verwaltung zu tun, hieß es bei der Versammlung.
Am kommenden Montag lädt die Gemeinde Bettemburg übrigens zu einem weiteren Infoabend ein. Im „KulTourhaus“ in Hüncheringen geht es ab 19 Uhr um das Thema Anwohnerparken („Parking résidentiel“), das ab Oktober 2025 auf dem gesamten Gemeindegebiet eingeführt wird.