„Journée de commémoration nationale“

Luxemburg gedenkt Opfer der nationalsozialistischen Besatzung

Die jährliche „Journée de commémoration nationale“ wurde am Sonntag abgehalten. Dieser Gedenktag erinnert an den Widerstand und das Leid des Luxemburger Volkes während der Besatzungszeit von 1940 bis 1945.

Großherzog Henri legte einen Kranz nieder und entzündete die Gedenkflamme am „Kanounenhiwwel“

Großherzog Henri legte einen Kranz nieder und entzündete die Gedenkflamme am „Kanounenhiwwel“ Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Der nationale Gedenktag ist dem Gedenken an den Kampf des Luxemburger Volkes während der Besatzung von 1940 bis 1945 gewidmet. Anlässlich dieses Ereignisses wurden am Sonntag in Luxemburg-Stadt verschiedene Zeremonien abgehalten.

Die Wetterfee schien es am Sonntagmorgen gut zu meinen: Es war zwar noch recht kühl, der Himmel über dem „Kanounenhiwwel“ zeigte sich aber in schönstem Blau. Auch die Sonne ließ sich so langsam blicken. Den Auftakt in Luxemburgs Hauptstadt bildete eine Zeremonie am „Kanounenhiwwel“, an der Großherzog Henri, Premierminister Luc Frieden (CSV), der Präsident der Abgeordnetenkammer Claude Wiseler (CSV), Verteidigungsministerin Yuriko Backes (DP), Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP), der Chef des Generalstabs der Armee Steve Thull und der Generaldirektor der Polizei Pascal Peters teilnahmen.

Der Großherzog legte einen Kranz nieder, entzündete die Gedenkflamme und trug sich in das Goldene Buch ein. Anschließend begrüßte er Fahnenträger, Behörden, Botschafter, das Gedenkkomitee für den Zweiten Weltkrieg sowie Delegierte patriotischer Vereinigungen.

Anschließend wurde am Monument „Kaddish“ der Opfer der Shoah gedacht. Weitere Zeremonien fanden bei der „Gëlle Fra“, am Bahnhof Hollerich beim Denkmal der Deportation sowie am „Hinzerter Kräiz“, dem nationalen Denkmal des Widerstands und der Deportation auf dem Niklos-Friedhof, statt. Der letzte offizielle Abschnitt des nationalen Gedenktages wurde im „Lycée Michel Rodange“ abgehalten: Hier fand ein kulturelles Treffen zum Thema Erinnerung statt.

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