Wetter-Verschnaufpause

Luxemburg atmet auf – ruhiger Herbstbeginn nach turbulentem Wochenende

Nach dem turbulenten Thronwechsel-Wochenende beruhigt sich das Wetter in Luxemburg deutlich. Es stellt sich zunehmend ruhigeres Herbstwetter ein.

Nach einem Wochenende voller Sturmböen und Regen kehrt über Luxemburg wieder herbstliche Ruhe ein

Nach einem Wochenende voller Sturmböen und Regen kehrt über Luxemburg wieder herbstliche Ruhe ein Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Am Samstag ging es meteorologisch wie gesellschaftlich hoch her. Pünktlich zum Start der Tournee des neuen Großherzogs am Vormittag zog eine Kaltfront des Sturmtiefs Amy über Luxemburg hinweg und brachte teils kräftige Schauer und Sturmböen – wie es zu erwarten war. Nachfolgend traten weitere, stürmische Schauerzellen auf, im hohen Norden reichte es durch die labilen Luftmassen auch für ein Gewitter mit Graupel aus.

Besonders in den Höhenlagen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 83 km/h gemessen, an vielen anderen Orten lagen sie bei über 70 km/h. Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen und umherfliegende Gegenstände beschäftigten den Rettungsdienst den ganzen Tag – insgesamt wurde der Notruf 112 rund 340 Mal gewählt. Zwischen Marnach und Hosingen wurde ein Auto von einem fallenden Baum getroffen, drei Personen wurden dabei verletzt.

Grünes Licht für die Drohnen

Obwohl der Wind am Samstagabend nur zögerlich abschwächte, gaben die Veranstalter der Feierlichkeiten in Luxemburg-Stadt der Drohnenshow grünes Licht. Durch den Regen und die kühlen Temperaturen war eine dicke Bekleidung allerdings unerlässlich.

Luxemburg blieb damit zwar nicht verschont, kam aber im Vergleich zu den Nachbarländern glimpflich davon. In Frankreich und Schottland gab es insgesamt drei Todesopfer, in Irland waren mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom. Besonders heftig traf es Nordfrankreich, wo ein Haus nordwestlich von Saint-Quentin schwere Schäden erlitt. Ob dort ein Tornado oder ein sogenannter Downburst – also ein lokaler Fallwind – die Ursache war, wird derzeit untersucht. Auch in den Niederlanden, genauer in Stadskanaal, sorgte ein rotierendes Gewitter (eine sogenannte „Low Topped Superzelle“) für massive Schäden. Experten halten auch dort einen kurzlebigen Tornado für möglich.

Hochdruck bringt Wetterberuhigung

Zu Wochenbeginn liegt der Kern des ehemaligen Sturmtiefs über Polen, während sich über Frankreich ein Hochdruckgebiet aufbaut. Diese Kombination sorgt, zumindest anfangs, zwar für kühlere Luftmassen, aber zugleich für eine Wetterberuhigung. Dichtere Wolken dominieren noch am Montag und Dienstag, vereinzelt fällt leichter Regen – vor allem im Osten des Landes. Zwischendurch kann sich jedoch auch kurzzeitig die Sonne zeigen.

Am Mittwoch zieht ein schwaches Tief über Skandinavien hinweg und streift Luxemburg nur mit vereinzelten leichten Schauern. Danach setzt sich der Hochdruckeinfluss immer stärker durch: Ab Donnerstag und Freitag zeigt sich das Wetter freundlicher, mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Nur örtlich sind noch Nebelfelder möglich, die sich tagsüber auflösen. Das Wochenende dürfte aus heutiger Sicht überwiegend trocken und ruhig verlaufen, kleine Störungen bleiben aber möglich.

Herbstlich, aber etwas milder

Temperaturmäßig pendelt sich die Woche auf herbstlichem Niveau ein. Am Montag werden Höchstwerte von 12 bis 14 Grad erreicht, am Dienstag steigen sie auf bis zu 18 Grad. Der Mittwoch bringt 16 bis 17 Grad, Donnerstag und Freitag bewegen sich die Werte zwischen 14 und 18 Grad. Nachts kann es ab Donnerstag auf vier Grad abkühlen, verbreiteter Bodenfrost ist aber nicht in Sicht.

Insgesamt steht Luxemburg also eine deutlich ruhigere Wetterwoche bevor – eine willkommene Verschnaufpause nach einem ereignisreichen Wochenende.

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