Luxemburger Druckerzeugnisse

„Lëtzebuerg Privat“ ist insolvent

Das Bezirksgericht Luxemburg hat die „Boulevardpresse SARL“ von Jean Nicolas für zahlungsunfähig erklärt. Der umstrittene Verlag war für Skandale und Enthüllungen über Politik und Prominente bekannt.

Die Wochenblätter „Privat“ und „Promi“ werden künftig nicht mehr erscheinen

Die Wochenblätter „Privat“ und „Promi“ werden künftig nicht mehr erscheinen Symbolfoto: Freepik

Das Bezirksgericht Luxemburg hat mit seinem am Donnerstag im Handelsregister hinterlegten Urteil vom 10. Februar 2025 Herausgeber Jean Nicolas‘ „Boulevardpresse SARL“ für insolvent erklärt. Die Gesellschaft war zuvor unter den Handelsnamen „Lëtzebuerg PRIVAT“ und „PROMI Lëtzebuerg“ tätig. Das Datum der Zahlungseinstellung wurde auf den 10. August 2024 festgelegt. 

Nicolas veröffentlichte dem Autorenlexikon zufolge als Herausgeber die Revue luxembourgeoise de gastronomie, de tourisme et de loisirs und die Zeitschrift L'Investigateur. Im Jahr 2006 gesellten sich dann die Wochenblätter „Lëtzebuerg Privat“ und „Promi Lëtzebuerg“ hinzu. Seit 2011 waren diese nur noch unter den Namen „Privat“ und „Promi“ bekannt. Der Luxemburger Presserat erkannte beide Blätter nicht an, was zur Folge hatte, dass die Mitarbeiter nicht über Presseausweise verfügten.  

Als Spezialität von Nicolas‘ Verlagshaus gelten laut Autorenlexikon „Veröffentlichungen, die Skandale über Adel, Politik, Justiz und Wirtschaft sowie über das Privatleben öffentlicher Personen enthüllen“. Mehr als ein Mal stand Nicolas aufgrund seiner Herausgaben in der Kritik und musste vor Gericht vorstellig werden.

„Lëtzebuerg Privat“ ist insolvent

Quelle: Tageblatt

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