Echternacher Wald

Keine Gnade für Luxemburger Mufflons

Die Mufflons im Echternacher Wald stellen ein großes Problem für den Natur- und Waldschutz dar, und werden auf Anfrage der Echternacher Gemeinde abgeschossen. Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) antwortet auf eine parlamentarische Frage von Marc Goergen (Piraten), dass eine Drückjagd („chasse administrative“) die einzige Möglichkeit sei, das Problem in den Griff zu bekommen.

Zwei Mufflons (Symbolbild)

Zwei Mufflons (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/dpa

Die Entscheidung des Umweltministeriums steht fest: Es wird eine Drückjagd auf die Mufflons im Echternacher Wald geben. Der Schaden, der durch die Wildschafe im Wald entsteht, habe sich in letzter Zeit drastisch verschlimmert. Deswegen habe die Echternacher Gemeinde einen Antrag auf eine Drückjagd auf die Mufflons im anliegenden Waldgebiet beim Umweltministerium gestellt, schreibt Carole Dieschbourg.

Die bei Echternach lebenden Mufflons hätten sich zu einem enormen Problem für den Wald entwickelt,  sodass eine gezielte Jagd auf die Tiere die einzige Möglichkeit sei, die Schäden im Wald zu minimieren. Laut der Umweltministerin habe man auch über alternative Methoden nachgedacht. Da das Einfangen der Tiere jedoch nicht im Jagdgesetz von 2011 als Verfahren vorgesehen ist, wäre diese Methode illegal und kann nicht angewendet werden. Somit ist eine Tötung der Tiere der einzig legale Weg, die Mufflons aus dem Wald bei Echternach zu entfernen.

Die Mufflons sind ursprünglich nicht heimisch in Europa. Sie richten oft erheblich Schäden in den Wäldern an und gehören zu den hundert schlimmsten invasiven Arten in Europa. Falls die andern in Luxemburg lebenden Mufflon Herden ähnliche Schäden anrichten, wird das Umweltministerium auch dort mit einer Drückjagd gegen die Tiere vorgehen, schreibt Dieschbourg. 

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