Flughafen

Kein neuer Kontrollturm für Findel: Ministerin setzt auf „Remote Tower“ – Fluglotsen stellen sich dagegen

Kein neuer Kontrollturm für den Flughafen: Weil die Gemeinde Sandweiler interveniert, will die Regierung nun einen virtuellen Tower einrichten. Mobilitätsministerin Backes hält die neue Technologie für sicherer und effizienter. Die Gewerkschaft der Fluglotsen widerspricht.

Der aktuelle Kontrollturm, im Jahr 1993 erstmals in Betrieb gegangen, muss erneuert werden

Der aktuelle Kontrollturm, im Jahr 1993 erstmals in Betrieb gegangen, muss erneuert werden Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Auf dem Flughafen Findel wird kein neuer Kontrollturm gebaut werden. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Frage hervor, die Ministerin Yuriko Backes (DP) am Montag beantwortet hat. Der Regierungsrat habe beschlossen, „das Projekt zum Bau eines sogenannten ‚klassischen‘ Kontrollturms (…) aufzugeben“, heißt es in dem Text. Ursprünglich hatten der Regierungsrat der Vorgängerregierung und die Chamber 2018 Investitionen in einen neuen Tower bewilligt. In den vergangenen sieben Jahren konnte jedoch kein geeigneter Standort für einen neuen Turm auf dem Flughafengelände gefunden werden, so die Begründung zur Absage des Projekts aus dem Mobilitätsministerium. Der einzig infrage kommende Standort sei südlich der Piste, östlich des Cargolux-Hangars, auf dem Teil des Flughafengeländes, das an die Gemeinde Sandweiler grenzt.

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