Medien-Berichte
HRS-Generaldirektor soll versucht haben, „private Impfstrategie“ zu starten
Foto: Editpress/Alain Rischard
Claude Schummer, der Generaldirektor der Hôpitaux Robert Schuman (HRS), soll versucht haben, eine „private Impfstrategie“ zu starten – das berichtet RTL am Montagmorgen unter Berufung auf nicht näher erläuterte Quellen.
Um die private Impfkampagne starten zu können, die parallel zu den staatlichen Aktivitäten verlaufen sollte, sollten im Ausland Impfstoffe gekauft werden, um diese zusammen mit einem „Unternehmen aus dem Versicherungssektor“ im privaten Rahmen zu verwenden, behauptet der Radiosender. Dessen Quellen zufolge habe Schummer ohne das Wissen des Verwaltungsrats gehandelt. So erkläre sich das Zerwürfnis zwischen Schummer und dem Verwaltungsrat, der am vergangenen Mittwoch beschlossen habe, „sich von Claude Schummer zu trennen“.
Zum offiziellen Stand von Schummers Arbeitsverhältnis hatte das Tageblatt bislang allerdings keine eindeutigen Aussagen vonseiten des Sprechers der Krankenhausgruppe erhalten – es hieß lediglich, Schummer sei „nicht mehr in seinem Büro“.
Ein Sprecher von Biontech/Pfizer hatte außerdem dem Tageblatt versichert, die HRS hätten keine Impfdosen direkt gekauft – oder auch nur einen entsprechenden Versuch gestartet. Es sei lediglich einmal zu einem informellen Gespräch gekommen. RTL zufolge habe Schummer allerdings noch an anderen Stellen versucht, Impfstoff zu kaufen.