Intensivpatienten in Luxemburg

Fünf Prozent sind vier Jahre alt oder jünger

Was hat es mit den fünf Prozent der Intensivpatienten in der Altersgruppe bis vier Jahre auf sich? Wir haben beim Gesundheitsministerium nachgefragt.

Das „Centre hospitalier Emile Mayrisch“ (CHEM) in Esch/Alzette

Das „Centre hospitalier Emile Mayrisch“ (CHEM) in Esch/Alzette Foto: Editpress/Julien Garroy

Ein Blick in die Covid-19-Statistiken der Luxemburger Regierung zeigt, dass fünf Prozent der Patienten, die intensiv-medizinisch behandelt werden, zwischen null und vier Jahre alt sind. Zurzeit werden 14 Personen (Stand: Montag um 12.00 Uhr) aus Luxemburg auf der Intensivstation behandelt. Nur zur Information: Wäre ein Kleinkind unter den 14 Patienten, müsste der Prozentsatz bei rund sieben Prozent liegen.

Wie viele Kleinkinder bis vier Jahre sich darunter befinden, konnte man uns beim Gesundheitsministerium nicht sagen. Auch die Nachfrage beim Direktor der „Santé“, Jean-Claude Schmit, brachte diesbezüglich keine Klarheit.

Wenn fünf Prozent der Intensivpatienten vier Jahre oder jünger sind, stellt sich die Frage nach möglichen Vorerkrankungen oder anderen Risikofaktoren, die eine solche Behandlung erforderlich machen würden. Denn keine Patienten aus den Altersgruppen zwischen fünf und 39 Jahren sind auf der Intensivstation. Doch auch darauf gab es am Montag keine Antworten aus dem zuständigen Ministerium.

Fünf Prozent sind vier Jahre alt oder jünger

Eine Erklärung für diesen Ausreißer ist noch nicht bekannt. Bei solchen „Einzelfällen“ sei es aber aus Gründen des Patientenschutzes kritisch, Details zur Krankengeschichte der Patienten bekannt zu geben, erklärte uns die Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Fünf Prozent sind vier Jahre alt oder jünger

Auf der „normalen“ Krankenstation befinden sich auch Kleinkinder im Alter von bis zu vier Jahren. Ein Prozent von insgesamt 51 Patienten (Stand: Montag um 12.00 Uhr) gehört zu dieser Altersgruppe. Hier zeichnet sich aber ein regelmäßigeres Bild ab: Alle Altersgruppen scheinen bei den Patienten, die nicht auf der Intensivstation behandelt werden müssen, vertreten zu sein.

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