„2026 gëtt méi ee schwieregt Joer“
Finanzminister Roth legt Haushaltsgesetz vor – Opposition spart nicht mit Kritik
Trotz unsicherer Weltlage und schwacher Wachstumsprognosen kündigt Finanzminister Roth in seinem Entwurf zum Budget 2026 mehr staatliche Ausgaben und mehr steuerliche Entlastungen an. Die Opposition fragt sich indes, woher das Geld kommen soll.
Keine Einsparungen beim Sozialstaat trotz erhöhter Verteidigungsausgaben: Finanzminister Gilles Roth in der Chamber Foto: Editpress/Alain Rischard
Man weiß an diesem Mittwochmorgen bisweilen nicht immer so ganz, ob man gerade dem luxemburgischen Finanzminister zuhört oder doch einem Vortrag über Waldorfschulpädagogik. „Miteinander wachsen“ – unter dieses Motto hat Gilles Roth (CSV) den Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 gestellt, eine Abkehr von den maritimen Kompass-Metaphern des vergangenen Jahres. Was ähnlich geblieben ist, ist die besorgniserregende Weltlage: Ukrainekrieg, russische Drohnenbedrohung, Nahostkonflikt, Handelskonflikte, magere Wirtschaftswachstumsprognosen bei den Nachbarn in der Eurozone. Die Zeiten sind nicht weniger stürmisch geworden, Roths Rhetorik jedoch hat eher antiautoritären Kuschelkurs eingeschlagen.