Nordstrecke

Eisenbahntunnel Schieburg soll erst nach Osterferien wiedereröffnet werden

Die Arbeiten am Eisenbahntunnel Schieburg dauern länger an als ursprünglich erhofft. Erst Mitte April 2023 soll die Zugstrecke wieder befahrbar sein. So lange müssen sich Reisende mit den bereits zur Verfügung gestellten Ersatzmaßnahmen begnügen.

Am 27. August kam es während Arbeiten zu einem Deckeneinsturz im Eisenbahntunnel Schieburg, seither ist der betroffene Streckenabschnitt gesperrt

Am 27. August kam es während Arbeiten zu einem Deckeneinsturz im Eisenbahntunnel Schieburg, seither ist der betroffene Streckenabschnitt gesperrt Foto: Editpress/Julien Garroy

Der Deckeneinsturz im Eisenbahntunnel Schieburg am 27. August legte die Bahnstrecke zwischen Kautenbach und Clerf lahm. Wie die CFL am Dienstag meldete, soll der Zugverkehr dort erst nach den Osterferien wieder aufgenommen werden. In einer früheren Meldung hoffte die CFL noch, den Tunnel bis Mitte Dezember freigeben zu können.

„Echte Detektivarbeit“ sei nötig, um die Wiedereröffnung des Tunnels zu ermöglichen. Insgesamt zwölf Bohrungen in einer Tiefe von 50 bis 75 Metern wurden durchgeführt, um den Hohlraum zu lokalisieren, der durch den Felssturz entstanden ist, und um die Stabilität der umgebenden Felsmasse zu bewerten. Anhand umfangreicher geologischer sowie geophysikalischer Analysen konnte eine „Tasche“ aus instabiler Felsmasse gefunden werden.

Dieser instabile Bereich habe „beeindruckende Ausmaße“ – 20 Meter in der Länge, 20 in der Breite und 25 in der Höhe, so die CFL. Anhand der Daten von zusätzlichen Laserscans könne man ausschließen, dass sich das Tunnelgewölbe beim Felssturz verformt hat. Die Freiräumung und Sicherung des Tunnels erfolge in mehreren aufeinanderfolgenden Etappen.

Um die Arbeiten am Eisenbahntunnel Schieburg möglichst schnell abzuschließen, wird in Schichten von zweimal zehn Stunden gearbeitet. Die Eisenbahngesellschaft hat ebenfalls eine Ausnahmeregelung bezüglich des Kollektivurlaubs beantragt. Wie viel die Wiedereröffnung des Tunnels schließlich kosten wird, geht nicht aus den Informationen der CFL hervor.

Die seit dem 12. September zur Verfügung gestellten und am 3. Oktober erweiterten Ausweichtransportmittel bleiben laut CFL weiterhin in Kraft. Alle Ersatzmaßnahmen sowie die angepassten Fahrpläne sind auf der CFL-Webseite und auf der CFL-App einsehbar. 

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