Problem für Klima und Artenvielfalt

Sanem will Schottergärten wieder begrünen

Die Gemeinde Sanem möchte Bewohner dabei unterstützen, Schottergärten durch begrünte Flächen zu ersetzen, die das Klima verbessern und mehr Lebensraum für Insekten schaffen.

Insekten auf grünem Pflanzenboden, bevorzugen natürliche Erde statt Kiesel und Steine im Garten

Insekten mögen Boden und Pflanzen statt Kiesel und Steine Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Schottergärten und sogenannte „Zen-Gärten“ stehen zunehmend in der Kritik, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde Sanem. Was vielen Hauseigentümern zunächst als pflegeleichte Lösung erscheint, kann laut Gemeinde negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt haben. Deshalb soll ein neues Projekt Bewohner dabei unterstützen, Schotterflächen wieder zu begrünen.

Der Hintergrund: Kies und Steine speichern tagsüber viel Wärme und geben sie nachts wieder ab. Dadurch heizen sich Wohnviertel zusätzlich auf, besonders während Hitzeperioden im Sommer. Gleichzeitig fehlt es in solchen Gärten oft an Pflanzen, die Schatten spenden, Feuchtigkeit speichern oder Insekten Lebensraum bieten. Auch Regenwasser kann schlechter versickern.

Um den Umbau zu erleichtern, bietet die Gemeinde praktische Hilfe an. Interessierte können ihre Steine in einem Big Bag sammeln. Dieser wird anschließend abgeholt und durch hochwertige Erde von Minettkompost ersetzt. Zusätzlich berät der ökologische Dienst bei der Gestaltung eines neuen, begrünten Gartens.

Interessierte können sich beim ökologischen Dienst der Gemeinde unter 59 30 75 – 508 oder service.ecologique@suessem.lu melden.

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