Bommeleeër
Die Vertuschungsaffäre: Die erste Woche im Prozess um Falschaussagen – ein Fazit
Das Gerichtsverfahren gegen ehemalige Gendarmerie-Angehörige und polizeiliche Ermittler hat viele Erwartungen geweckt – und bisher wenig gehalten. Stattdessen zeigt es einmal mehr, was der eigentliche Skandal in der Bommeleeër-Affäre ist: Diese sollte möglichst vertuscht und nicht aufgeklärt werden.
Die Attentatsserie begann 1984 mit Anschlägen auf Strommasten der Cegedel Foto: Editpress-Archiv
Details fallen in der Regel nicht auf. So auch am vierten Tag des Gerichtsverfahrens wegen falscher Aussagen im Bommeleeër-Prozess der Ermittler, der sich mit dem Fall des früheren „Sûreté“-Leiters Armand Schockweiler befasste und kurz den früheren Gendarmerie-Chef Aloyse Harpes erwähnte. Dieser habe versucht, zu vermeiden, dass aus der Anschlagserie Mitte der 80er Jahre eine erneute „Joerhonnertaffär“ werden sollte. Demnach wäre es aus der Sicht der Ordnungshüter das wohl schlechteste nur denkbare Ermittlungsergebnis gewesen, wenn herausgefunden worden wäre, dass jemand aus dem Apparat selbst hinter den Anschlägen stünde.