Caritas-Affäre

Die Staatsanwaltschaft veranlasst Durchsuchung bei Wirtschaftsprüfer Grant Thornton

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Symbolbild Foto: Editpress/Julien Garroy

Die Polizei hat bei dem Wirtschaftsprüfer Grant Thornton eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Das meldet Radio 100,7 am Donnerstag. Grant Thornton soll demnach während eines Audits bei der Caritas im April 2024 verdächtige Kontenbewegungen Richtung Spanien bemerkt haben – mitten im laufenden Betrugsfall. Ob und inwieweit die Wirtschaftsprüfer dem gefolgt seien, ist laut dem öffentlich-rechtlichen Medium allerdings unklar. Die Durchsuchung erfolgt im Rahmen der Ermittlungen zu dem Caritas-Betrugsfall, der die Organisation 61 Millionen Euro kostete und ihr Ende als zivilgesellschaftlicher Akteur bedeutete.

Grant Thornton ist ein global agierender Wirtschaftsprüfer mit rund 76.000 Mitarbeitern in 150 Ländern. Die Luxemburger Niederlassung zählt etwa 350 Mitarbeiter. Die Firma spielt hinter den „großen vier“ Ernst & Young, PwC, Deloitte und KPMG in der zweiten Reihe. Grant Thornton geriet in Luxemburg bereits wegen stockender Bauprojekte in Esch/Alzette in die Schlagzeilen.

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