Großbritannien

Die für Finanzkorruption zuständige Staatssekretärin tritt wegen dubioser Geschäfte zurück

Über Keir Starmer verbreitet sein Umfeld gern, er treffe rasche und harte Entscheidungen ohne Ansehen der betreffenden Person. Im Fall der Finanz-Staatssekretärin Tulip Siddiq aber bewies der britische Premierminister erstaunliche Langmut.

Die britische Finanzministerin Rachel Reeves (l.) mit ihrer nun zurückgetretenen Staatssekretärin Tulip Siddiq vor 11 Downing Street, dem Sitz der Finanzministerin

Die britische Finanzministerin Rachel Reeves (l.) mit ihrer nun zurückgetretenen Staatssekretärin Tulip Siddiq vor 11 Downing Street, dem Sitz der Finanzministerin Foto: Justin Tallis/AFP

Seit Wochen beschuldigten führende Londoner Medien die für Korruption zuständige Politikerin schwerer Vergehen – ausgerechnet wegen Korruption. Doch Starmer hielt an der 42-Jährigen fest, zumal diese ihre Unschuld beteuerte. Erst als am Dienstag neue Vorwürfe bekannt wurden, endete die schmuddelige Affäre: Siddiq trat zurück, „um nicht von der Regierungsarbeit abzulenken“. Und nicht zum ersten Mal bleiben Zweifel am Urteilsvermögen des Premierministers.

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