Gesundheitsversorgung
Die AMMD droht, die Konvention mit der CNS zu beenden. Für Luxemburgs Patienten wäre das fatal.
Kurz vor der Quadripartite des Gesundheitssektors geht die AMMD auf die Barrikaden. Die Ärzteschaft droht unverhohlen mit der Auflösung der Konventionen, falls die CNS ihren Forderungen nicht nachkommt. Was würde das für die Patienten bedeuten?
Die AMMD droht der CNS und der Regierung mit einem Ende der Konvention Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Ein Arztbesuch in Luxemburg ist unkompliziert. Karte vorzeigen, die Rechnung geht an die Krankenkasse. Doch diese Selbstverständlichkeit steht auf dem Spiel. Die Ärztevereinigung AMMD will am 8. Oktober entscheiden, ob sie die Konvention mit der CNS kündigt. Das hat ihr Präsident Chris Roller am Donnerstag in einer Einladung an die Mitglieder angekündigt. Radio 100,7 hatte zuerst darüber berichtet, dem Tageblatt liegt der Text ebenfalls vor. Für Patienten steht viel auf dem Spiel, denn ein Ende der Konvention hätte weitreichende Folgen: Unsicherheit über die Kosten beim Arztbesuch. Höhere Eigenanteile. Und möglicherweise ein Zwei-Klassen-System in der Gesundheitsversorgung.