Straßenumfrage
Das sagen die Trierer über die Rückkehr der Luxemburger in die Innenstadt
Die Erleichterung war bei vielen Luxemburgern groß, als am Donnerstag die Nachricht kam: Das Großherzogtum ist aus Deutschlands Sicht offiziell kein Risikogebiet mehr. Und auch in Trier freuen sich die Menschen, dass die Nachbarn wieder unkomplizierter einreisen dürfen – auch wenn sich in Trier an die Corona-Bestimmungen gehalten werden muss.
Das Fehlen der Besucher aus Luxemburg hat sich bei den Betreibern der Trierer Geschäfte bemerkbar gemacht – jetzt dürfen sie wieder unkomplizierter einreisen. Darüber freuen sich viele Trierer. Foto: Marlene Bucher
Karina Regnery steht an einem Blumenverkaufsstand auf dem Trierer Hauptmarkt und nestelt an den unzähligen bunten Blumensträußen herum, damit sie so schön wie möglich aussehen. „Wir freuen uns sehr, dass die Luxemburger wieder da sind!“ Die 45-jährige Triererin strahlt und wirft einen Blick zu ihrer Kollegin, die ihr zustimmend zunickt. „Ich mache das hier schon seit über 20 Jahren und wir haben den Unterschied in der letzten Zeit auch deutlich an den Zahlen gemerkt.“ Die beiden Verkäuferinnen seien daher froh, dass die Nachbarn aus dem Großherzogtum seit ein paar Tagen wieder vermehrt nach Deutschland kommen. Es sei bereits sichtbar, dass seit der Meldung des Robert-Koch-Instituts wieder mehr Menschen in der Innenstadt zu sehen seien.
Ein Blumenstrauß für die Luxemburger: Karina Regnery (45) aus Trier ist Blumenverkäuferin auf dem Trierer Hauptmarkt und freut sich darüber, dass die Luxemburger wieder vermehrt nach Trier kommen Foto: Marlene Bucher
Patrick Sterzenbach, Vorstand der City-Initiative Trier, bestätigte dieses Gefühl bereits am Freitag – da seien schon die ersten Luxemburger nach Trier gekommen. Sie seien „hocherfreut“ gewesen, dass sie wieder nach Trier kommen dürfen. Das Fehlen der Besucher aus dem Nachbarland habe sich auch in den Zahlen der City-Initiative bemerkbar gemacht: „30 Prozent weniger Umsatz unter der Woche und 50 Prozent am Wochenende“. Auch Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe sagte vor dem Wochenende: „Ich bin froh und erleichtert, dass Luxemburg nicht mehr als Corona-Risikogebiet gilt.“
Justyna Slawek (31) und ihr Partner Sebastian Uentz (41) aus Trier sitzen gerade am Wasserspiel auf dem Trierer Kornmarkt, Slawek ruft ihren beiden Töchtern am Sankt-Georgsbrunnen zu, dass sie beim Klettern aufpassen sollen. „Wir haben kein Problem damit, dass die Luxemburger wieder herkommen dürfen“, sagt Uentz. Die beiden sehen die Corona-Lage laut eigener Aussage als nicht so dramatisch an, wie sie überall dargestellt werde. Slawek ergänzt: „Wir waren mit unseren Kindern selbst kürzlich erst im Urlaub.“
Justyna Slawek (31) und ihr Partner Sebastian Uentz (41) aus Trier waren kürzlich selbst noch mit ihren Kindern im Urlaub und geben an, nichts dagegen zu haben, dass die Luxemburger wieder nach Trier kommen Foto: Marlene Bucher
„Es ist einfach mehr los“
Manfred Schmidt ist zu Besuch in Trier, er wohnt in Sankt Wendel. „Ich bin gerne ab und zu in Trier und auch öfter mal in Luxemburg“, sagt der 67-Jährige. Nicht zum Tanken – sondern weil er es dort schön findet. Deswegen könne er es verstehen, wenn es den Luxemburgern andersherum genauso ergeht, und freut sich für die Nachbarn im Großherzogtum.
Diana Weber aus Trier arbeitet in einer Bäckerei in der Innenstadt und kann bereits am Samstag einen Zuwachs an Kunden erkennen. „Wir merken das hier schon, es ist einfach mehr los.“ Die 19-Jährige finde es allerdings etwas ärgerlich, dass sie ab und zu auch Luxemburger als Gäste habe, die sich nicht an die Regeln halten wollten. „Zum Beispiel wollten sie dann keinen Zettel für die Kontaktdaten ausfüllen.“
Klar ist es schön, dass die Luxemburger wieder herkommen dürfen
Bianca Voßbrecher
Besucherin in der Trierer Innenstadt
Bianca Voßbrecher (47) äußert sich positiv über die Aufhebung des Verbots: „Klar ist es schön, dass die Luxemburger wieder herkommen dürfen.“ Sie ist mit ihren Kindern und ihrem Mann Stefan (52) in der Trierer Innenstadt unterwegs. Der sagt: „Wir sind aus der Nähe von Birkenfeld und kommen ja auch gerne her.“ Bianca Voßbrecher sagt lächelnd: „Daher sollten alle herkommen dürfen, wenn sie wollen.“