Corona-Taskforce

„Das Potenzial einer Epidemie bleibt nur gering“

Die Luxemburger Corona-Taskforce hat in ihrem jüngsten Bericht zum Infektionsgeschehen im Großherzogtum erneut einen rückläufigen Trend der Zahlen gemeldet. Das könnte auch in den nächsten Wochen so bleiben, sagt das Team.

Der 7-Tage-Durchschnitt der Neuinfektionen ist so niedrig wie seit September 2020 nicht mehr

Der 7-Tage-Durchschnitt der Neuinfektionen ist so niedrig wie seit September 2020 nicht mehr Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Fallzahlen, Voraussagen und Coronavirus-Varianten – damit beschäftigt sich Luxemburgs Corona-Taskforce  in ihren wöchentlichen Berichten. Der jüngste Bericht (unter diesem Link einsehbar) behandelt den Zeitraum vom 20. bis 26. Mai. Die Forscher schreiben in ihrer Analyse, dass die Entwicklung in der untersuchten Woche eine anhaltende Entspannung der Situation zeige, was möglicherweise durch die Schulferien begünstigt worden sei. „Die täglichen Fallzahlen sind weiter deutlich zurückgegangen“, sagt die Taskforce. Die Seuchensituation sei stabil und könne sich in den nächsten Wochen sogar weiter entspannen. Zudem heißt es im Bericht: „Das Potenzial einer Epidemie bleibt nur gering.“ Dennoch sei es unerlässlich, weiterhin die geltenden Hygienemaßnahmen einzuhalten, bis die Herdenimmunität durch das Impfen erreicht sei.

Die Corona-Taskforce teilt weitere erfreuliche Neuigkeiten: Der 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Fälle zeige zum ersten Mal seit Anfang September 2020 weniger als 80 Fälle pro Tag – und das trotz der hohen Prävalenz der ansteckenderen Virusvarianten von 91,3 Prozent.

Die Gesamtzahl der geschätzten aktiven Corona-Fälle sei laut Bericht im Vergleich zu vorherigen Woche deutlich gesunken – von 1.663 auf 1.112. Auch die Gesamtpositivitätsrate sei im Vergleich zur Vorwoche von zwei Prozent auf ein Prozent zurückgegangen. Diese Stabilisierung der Lage mache sich zudem in den Krankenhäusern bemerkbar: Hier sei die Zahl der Covid-19-Patienten weiter zurückgegangen.

Dennoch müsse die Entwicklung der Virus-Varianten „für eine nachhaltige Eindämmung der Pandemie in den nächsten Monaten genaustens beobachtet werden“, schreiben die Forscher. Impfstoffe könnten nämlich eine geringere Wirkung auf die Mutationen aufzeigen als auf das ursprüngliche Virus. Diese Varianten seien laut Schätzungen der Taskforce um 34 Prozent ansteckender als die anfangs kursierende Corona-Variante. Die zu 91,3 Prozent kursierenden Mutationen teilen sich laut dem Team so auf: 81,7 Prozent britische Variante, 6 Prozent südafrikanische Variante und 3,6 Prozent brasilianische Variante.

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