Mouveco kritisiert Landwirtschaftsministerium

Biologisch, regional, zukunftsweisend? Fehlanzeige beim Schulobst

Regional und nachhaltig? Beim Schulobst bisher Fehlanzeige, kritisiert das „Mouvement écologique“

Regional und nachhaltig? Beim Schulobst bisher Fehlanzeige, kritisiert das „Mouvement écologique“ Symbolbild: Editpress/Hervé Montaigu

Zum 17. Mal lief die Ausschreibung für das staatlich verteilte Schulobst – 156 Tonnen für das Schuljahr 2025/26. Dabei hätte das Landwirtschaftsministerium die Chance, klare Akzente für Biolandbau, regionale Produktion und Pestizidreduktion zu setzen, kritisiert das „Mouvement écologique“ in einem Presseschreiben. Doch wie schon in den Vorjahren bleibe die Auswahl konventionell und preisdominiert.

Das „Mouvement écologique“ kritisiert, dass trotz positiver Zahlen – 32 Prozent des Obstes stammen aus biologischer Produktion – dies nur auf Bananen und Karotten zutrifft. Bei regionalen Früchten wie Äpfeln und Birnen suche man Kriterien für Bioqualität oder Pestizidreduktion vergeblich, obwohl gerade Kinder besonders belastet sind.

Das Beispiel Restopolis zeige, dass es auch anders geht: Dort werden biologische, regionale Produkte priorisiert, während der Preis zweitrangig ist. So erhalten lokale Landwirte Planungssicherheit und die Produktion kann nachhaltig ausgerichtet werden.

Das „Mouvement écologique“ fordert das Ministerium auf, in künftigen Ausschreibungen die biologische und regionale Produktion deutlich zu stärken und klare Richtlinien für die kommenden Jahre zu veröffentlichen – zum Schutz der Kinder, der Biodiversität und der lokalen Landwirtschaft. (DJ)

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