Corona-Krise
Bildungsministerium versucht Eltern und Schüler mit „Fakten-E-Mail“ zu beruhigen
„Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Covid-19 in den Schulen“: Eine E-Mail mit diesem Betreff wird am Dienstagabend an alle Eltern von Luxemburger Schülern und an die Lehrerschaft verschickt. Sender ist das Bildungsministerium, das so versucht, die Sorgen der Eltern zu beruhigen.
Bildungsminister Claude Meisch wendet sich mit einer E-Mail direkt an die Eltern der Schüler Foto: Editpress/Julien Garroy
Es habe sich bisher noch kein Lehrer oder Erzieher in einer Schule oder „Maison relais“ in Luxemburg mit dem Coronavirus angesteckt. Es gebe nur ein Fall, in dem die Infektion eines Schülers in der Schule nicht ausgeschlossen werden könne. In der Regel hätten sich alle positiv getesteten Schüler und Lehrer außerhalb der Schule mit dem Virus angesteckt. Die Schule sei kein Platz, in dem sich das Virus in der Gesellschaft stark verbreite. So beginnt die lange E-Mail, die das Bildungsministerium am Dienstag versandt hat.
In der Nachricht wird auf die niedrige Anzahl von Covid-Fällen bei Schülern hingewiesen. Außerdem werden luxemburgische Experten wie etwa Gesundheitsministerin Paulette Lenert, „Santé“-Direktor Dr. Jean-Claude Schmit und die Kinderärztin im CHL Dr. Isabel De La Fuente Garcia zitiert und internationale Studien erwähnt.
Darüber hinaus erinnert das Bildungsministerium an das „strenge Sicherheitskonzept“. Jede Woche könne sich einer von fünf Schülern und Lehrern im Rahmen des „Large-scale testing“ testen lassen. Das Prinzip des Social Distancing mit beispielsweise versetzten Pausen und dem Tragen von Mundschutz würde beibehalten werden. Und im Falle eines positiven Corona-Tests würden die engen Kontakte eines Infizierten genau nachverfolgt und in Quarantäne gesetzt. Alle anderen könnten weiterhin zur Schule gehen.
Mit der E-Mail reagiert das Bildungsministerium auf die Kritik von besorgten Eltern und Lehrern, die die Zusammenführung der A- und B-Klassen als Risiko empfinden.