Minister Gilles Roth zufrieden
„Wir wurden gehört“: Luxemburger Fondsbranche über Reformbeschluss zur EU-Finanzaufsicht
Die Luxemburger Fondsbranche atmet auf: Die von Paris und Brüssel angestrebte Zentralisierung der Aufsicht bei der ESMA ist vom Tisch. Für den europäischen Kapitalmarkt ist damit aber noch nichts erreicht, warnt die Alfi, und auch der Kompromiss ist noch nicht endgültig beschlossen.
Finanzminister Gilles Roth sprach von einem „Win-Win-Kompromiss“ Bildcollage: Editpress
Am vergangenen Freitag hat die Branche der Investmentfonds aufgeatmet. Das Begehren aus Paris ist nicht zurückbehalten worden. „Es ist eine gute Nachricht für Europa“, so Serge Weyland am Mittwoch gegenüber dem Tageblatt. Weyland ist Geschäftsführer des Luxemburger Verbands der Investmentfonds, Alfi. Für die Wirtschaft des Landes spielt die Branche eine überaus wichtige Rolle. Sie steht für rund 15.000 Jobs und jährliche Steuerzahlungen von weit mehr als einer Milliarde Euro.
An dem Tag hatten die EU-Finanzminister bei ihrem Treffen in Luxemburg eine lang diskutierte Reform zur Stärkung der europäischen Finanzmarktaufsicht beschlossen. „Ein Win-Win-Kompromiss“, so Luxemburgs Finanzminister Gilles Roth. „Es ist uns gelungen, die Wettbewerbsfähigkeit, die Flexibilität und die Besonderheiten der europäischen Finanzmärkte zu bewahren und gleichzeitig die Integration dieser Märkte zu stärken. (..) Diese Vereinbarung ermöglicht es uns, gemeinsam voranzukommen.“