Europäische Aufsichtsbehörde

Finanzministerium: Warum Luxemburg auf eine Dezentralisierung besteht

Im Rahmen der laufenden Debatte über die Zukunft der Kapitalmärkte in Europa hat das Tageblatt beim Finanzministerium nachgefragt, warum Luxemburg gegen eine Zentralisierung der europäischen Kapitalmarktaufsicht bei der ESMA in Paris kämpft – und was auf dem Spiel steht.

Laut Luxemburger Finanzministerium erreicht man mit einer zentralen EU-Finanzaufsicht das Gegenteil des Gewünschten: mehr Komplexität, mehr Bürokratie und höhere Kosten

Laut Luxemburger Finanzministerium erreicht man mit einer zentralen EU-Finanzaufsicht das Gegenteil des Gewünschten: mehr Komplexität, mehr Bürokratie und höhere Kosten Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Diskussion läuft bereits seit Jahren, aber sie wird drängender: Große Länder wie Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und die Niederlande drängen derzeit auf Fortschritte. Aktueller Streitpunkt ist vor allem die Frage, ob die Aufsicht über die europäischen Kapitalmärkte künftig zentral bei der European Securities and Markets Authority (ESMA) in Paris angesiedelt werden soll.

„Luxemburg ist ein starker Unterstützer der EU-Spar- und Investitionsunion“, sagt das Finanzministerium auf Tageblatt-Nachfrage zu den Hintergründen. „Hier geht es darum, die EU-Kapitalmärkte zu vertiefen, die Finanzierung unserer Betriebe zu fördern und somit die Wettbewerbsfähigkeit und Innovation und damit Wachstum zu fördern.“ Eine unausweichliche Voraussetzung zum Erreichen dieser Ziele seien der Abbau von Bürokratie und die Vereinfachung unserer Regeln.

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