Entwicklungshilfe
Wie die ADA Kleinbauern in Entwicklungsländern unabhängiger macht
Ein Bankkonto, eine Krankenversicherung oder ein Einkommen, von dem die Familie leben kann, sind lange nicht für alle Menschen weltweit selbstverständlich. Das gilt vor allem für Einwohner der ländlichen Gebiete in Entwicklungsländern. Die NGO „Appui au développement autonome“, kurz ADA, will das ändern und versteht ihre Aktivitäten als Hilfe zur Selbsthilfe und Selbstständigkeit.
Zu den Aktivitäten von ADA gehört die Förderung erneuerbarer Energien, um den Bedarf an Dieseltreibstoff zu reduzieren Foto: Appui au développement autonome (ADA)
Tageblatt: ADA hat den Anspruch, in der Entwicklungshilfe ganzheitlich zu arbeiten und zu wirken. Was ist denn an anderen Entwicklungsprojekten so „unganzheitlich“?
Christina Ehlert: ADA setzt auf die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor vor Ort. Unsere Finanzierungen unterstützen Genossenschaften, kleine und mittlere Unternehmen oder Finanzdienstleister, die aufgrund der Ortskenntnisse das Geld gezielt dort einsetzen, wo es gebraucht wird. Ziel unserer Arbeit ist es, Armut zu verringern, Unabhängigkeit zu fördern und, unter anderem, eine der jeweiligen Region angepasste Land- und Forstwirtschaft sowie die Nutzung erneuerbarer Energien einzuführen und zu fördern.