Energie
Wie Luxemburgs Gaspreisdeckel zustande kam – und wie er funktioniert
43,6 Millionen Euro Kosten allein bis Ende November: Trotz sinkender Gaspreise hat der Staat viel Geld für den Gaspreisdeckel ausgegeben. Die Maßnahme ist dabei viel mehr als eine Hilfe beim Heizen – sie sichert durch die Hintertür potenziell ein Stück den sozialen Frieden im Land.
Infrastruktur des Gas-Transportnetz-Betreibers Creos in Steinbrücken Foto: Editpress-Archiv/Julien Garroy, Montage: Tobias Senzig
Seit Oktober gilt in Luxemburg der Gaspreisdeckel – ein gesetzlich vorgeschriebener Maximalpreis für Endkunden. Die Differenz zum tatsächlichen Tarif, den die Versorger abrechnen, übernimmt Vater Staat. Das Budget ist gigantisch: 390 Millionen Euro sind für die Maßnahme, die auf der letzten Tripartite beschlossen wurde, vorgesehen. Hinzu kommen 115 Millionen Euro, die der Staat für die Übernahme der Netznutzungsgebühren beim Gas seit Mai übernimmt. Insgesamt ist also alleine das Gas-Paket für Privatkunden über eine halbe Milliarde Euro schwer – das sind mehr als zwei Prozent des kompletten Staatshaushalts 2022. Zumindest, wenn die Verbraucherpreise hoch bleiben.