US-Konzern feiert Geburtstag

Vor 75 Jahren hat Goodyear seinen ersten Reifen in Luxemburg hergestellt

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hatten eine ganze Reihe US-Konzerne Luxemburg als Standort für ihre Fabriken ausgewählt, um von hier aus den europäischen Markt zu bedienen. Manche sind verschwunden, andere sind geblieben. Auf eine der bedeutendsten Erfolgsgeschichten kann der Reifenhersteller Goodyear zurückblicken.

Erster Reifen in Luxemburg 1951 produziert, historisches Werk heute großer Arbeitgeber und Industrieikone des Landes

Am 31. Januar 1951 rollte der erste Reifen in Luxemburg vom Band – heute ist das Unternehmen einer der größten Arbeitgeber des Landes Foto: Goodyear

Es war ein historischer Moment: Vor fast genau 75 Jahren, am 31. Januar 1951, produzierte Goodyear den allerersten Reifen in seinem luxemburgischen Werk. Damals beschäftigte man 453 Mitarbeiter, die sich der Herstellung von Verbraucher- und Lkw-Reifen widmeten.

75 Jahre später, im Februar 2026, blickt der amerikanische Reifenhersteller auf ein beeindruckendes Dreivierteljahrhundert zurück – eine Geschichte von Wachstum, technologischer Innovation und gelungener Integration in die luxemburgische Wirtschaft. „Goodyear hat ein starkes Erbe in Luxemburg, und ich bin sehr stolz auf die Entwicklung, die wir seit 1951 erreicht haben“, so Alex Schumann, Direktor „Manufacturing Luxembourg“, in einer Pressemeldung zum Geburtstag.

Die Zahlen sprechen für sich: Auch wenn manche Zeiten schwierig waren, so ist Goodyear in den 75 Jahren in Luxemburg doch beachtlich gewachsen. Landesweit zählt der Konzern derzeit rund 3.500 Mitarbeiter und ist neben Colmar-Berg auch in Düdelingen mit einem Werk vertreten. Die Unternehmensgruppe gilt heute als zweitwichtigster industrieller Arbeitgeber des Landes, nach ArcelorMittal.

Produktion und Innovation

In Luxemburg wird dabei nicht nur produziert, sondern vor allem auch geforscht. Bereits 1957 startete Goodyear seine ersten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Land. Dies legte den Grundstein für das, was sich zum heutigen Goodyear Innovation Center Luxembourg entwickelt hat – immer mit der Mission: die Entwicklung neuer reifenbezogener Produkte und Technologien.

Mit mehr als tausend Forschern arbeiten heute in Luxemburg etwa 40 Prozent der gesamten R&D-Mannschaft des Konzerns, wie ein Konzernsprecher in einem früheren Gespräch mit dem Tageblatt betont hatte. Der Grund, warum die Entscheidung für den Forschungsstandort auf Luxemburg gefallen war, ist ein historischer: „Europa war mal der Standort, der weltweit am wichtigsten war, wenn es um das Festlegen und das Bestimmen der Standards in der Automobilbranche ging“, so der Sprecher damals.

Daneben hat sich der Standort Luxemburg ebenfalls zu einem regionalen Hauptquartier entwickelt, und das ursprüngliche Werk in Colmar-Berg ist zum „größten Lkw-Reifenwerk des Unternehmens“ geworden, so das Unternehmen.

„The Goodyear Tire & Rubber Company“ aus den USA ist eines der größten Reifenunternehmen der Welt. Es beschäftigt etwa 64.000 Mitarbeiter und stellt seine Produkte in 51 Werken in 19 Ländern weltweit her.

Historisches Schwarz-Weiß-Foto des Standorts im Jahr 1951 mit Gebäuden und Landschaft aus der Nachkriegszeit

Der Standort im Jahr 1951 Foto: Goodyear

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