Mittlerer Osten
Ungewissheit über US-Iran-Verhandlungen: Ölpreis steigt deutlich
Die Sorge um den ungewissen Ausgang der Verhandlungen im Nahen Osten treibt die Märkte weiter an. Besonders der Ölpreis legt weiter zu.
Foto: Andreas Arnold/dpa
Der Ölpreis klettert angesichts der Ungewissheit über einen Fortgang der Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges unvermindert weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte bis Montag gegen Mittag um 4,1 Prozent auf 108,65 Dollar zu. Die US-Sorte WTI kostete gegen pro Barrel 96,31 Dollar – ein Plus von 4,2 Prozent.
„Die Ölpreise legten erneut zu, nachdem Präsident Trump erklärt hatte, er habe den jüngsten Vorschlag des Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus abgelehnt“, erklärte Analyst Russ Mould von der Investmentplattform AJ Bell. Der Iran hatte vergangene Woche sieben Bedingungen für ein Ende des Krieges und die Wiederöffnung der Straße von Hormus gestellt. Dazu gehören nach iranischen Angaben eine Einstellung aller Kämpfe in der Region – also auch im Libanon – sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte.
US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Angaben eine Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran. Sie sollen laut US-Nachrichtenportal Axios über katarische Vermittler geführt werden.
In Luxemburg mussten Autofahrerinnen und -fahrer seit dem Wochenende wieder etwas mehr für das Benzin zahlen. Ein Liter Super95 kostete am Samstag 1,888 Euro, Super98 verteuerte sich auf 2,116 Euro pro Liter. Der Dieselpreis blieb zunächst unverändert bei 2,095 Euro.