Cyberattacke
Unbekannte erbeuten Daten von CSL-Mitarbeitern
Die Arbeitnehmerkammer warnt vor Betrugsversuchen und erinnert daran, dass sie niemals Passwörter per E-Mail, SMS oder Telefon abfragt.
Die „Chambre des salariés“ wurde Opfer eines Datendiebstahls Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Unbekannte haben sich Zugang zu Servern der „Chambre des salariés“ (CSL) verschafft und Daten kopiert. Das bestätigte die stellvertretende Direktorin Martine Mirkes gegenüber RTL. Es habe sich um einen Angriff von außen gehandelt. Bislang konnte die Kammer niemanden identifizieren.
Betroffen sind demnach Kontaktdaten wie Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Anschrift. Auch Finanzdaten könnten aus den Servern gezogen worden sein. Kopiert worden sei eine „relativ kleine Menge“ an Daten. Die CSL habe trotzdem alle potenziell Betroffenen informiert und am Montag Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei erstattet.
Betrugsversuche möglich
Informiert wurden per Mail jene Personen, von denen die Kammer Daten gespeichert hat. Dazu zählen etwa Teilnehmer von Kursen des Luxembourg Lifelong Learning Center. In dieser Mail, unterzeichnet von Direktor Sylvain Hoffmann, heißt es, der Urheber des Zugriffs könne persönliche Daten eingesehen oder abgezogen haben. Das berichten Paperjam und L’Essentiel übereinstimmend.
Die Kammer warnt vor Betrugsversuchen. Kriminelle könnten sich als CSL ausgeben, um an Passwörter, Bankdaten oder Zahlungen zu kommen. Die CSL frage nie per Mail, SMS oder Telefon nach Passwörtern. Nutzer sollten ihr CSL-Passwort ändern.
Die CSL vertritt nach eigenen Angaben rund 630.000 Arbeitnehmer, Auszubildende, Rentner und Arbeitsuchende. Wie viele davon vom Datendiebstahl betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt.