Inflation

Statec: „Explosionsartiger Anstieg bei den Energiepreisen“ – Index fällt noch nicht

Die Inflation zieht an: Im März erreichte sie einen Wert von 2,4 Prozent im Jahresvergleich. Im Februar lag diese Zahl noch bei 1,3 Prozent. Ursache dafür ist wenig überraschend der massive Anstieg bei den Spritpreisen durch den Krieg im Iran.

Diesel kostete im März 22,2 Prozent mehr als noch im Februar

Diesel kostete im März 22,2 Prozent mehr als noch im Februar Foto: Editpress/Julien Garroy

Der Krieg im Iran wirkt sich massiv auf die Preise in Luxemburg aus. Wie das Statistikamt Statec am Mittwoch mitteilt, lag die Inflationsrate im März im Jahresvergleich bei 2,4 Prozent.

Zur Auslösung einer Indextranche ist es dennoch nicht gekommen. Der Schwellenwert liegt bei 1.038,79 Punkten – um diesen zu erreichen, hätten die Preise alleine im März um 4,6 Prozent steigen müssen, wie eine Statec-Sprecherin auf Tageblatt-Nachfrage erlkärt. Ein Wert, der selbst beim höchsten Anstieg in den vergangenen 30 Jahren nicht erreicht wurde: Im Februar 2022, mit Beginn des Ukraine-Kriegs, wuchs die Inflation innerhalb eines Monats um 2,18 Prozent. Gegenüber Februar verteuerten sich die Preise laut Statec jetzt aber nur um 0,91 Prozent.

Was zählt, damit eine Indextranche ausgelöst wird, ist ohnehin der Sechsmonatsschnitt. In den vergangenen sechs Monaten sind die Preise im Monatsverlauf aber sogar stellenweise gesunken. Der Halbjahresdurchschnitt des Index liegt laut Statec jetzt bei einem Wert von 1.035,12. Die nächste Lohnindexierung werde weiterhin für das „zweite Quartal 2026“ erwartet.

Massiver Anstieg bei den Energiepreisen

Dennoch zeigt der Statec-Inflationsbericht über den März 2026, der am Mittwochvormittag veröffentlicht wurde, dass die Preise innerhalb eines Monats stellenweise massiv angezogen haben. Statec führt die 2,4 Prozent im Jahresverlauf (Februar: 1,3 Prozent) vor allem auf die „Explosion der Energiepreise“ in den vergangenen Wochen zurück. „Besonders ausgeprägt war der Anstieg beim Heizöl, dessen Preis gegenüber Februar um 37,7 Prozent und im Jahresvergleich um 33,2 Prozent stieg“, schreiben die Statistiker.

Mit 15,6 Prozent innerhalb nur eines Monats verzeichneten auch die restlichen Kraftstoffpreise einen „außergewöhnlichen Anstieg“, heißt es im Inflationsbericht. Das stelle – um in Superlativen zu sprechen – den „stärksten monatlichen Anstieg dar, der jemals im IPCN beobachtet wurde“. Zum Vergleich: Im März 2022, kurz nach der russischen Invasion in die Ukraine, betrug der monatliche Anstieg nur 11,8 Prozent.

Der Preis pro Liter Diesel stieg nun innerhalb eines Monats um 22,2 Prozent, der für Benzin um 10,7 Prozent. Die Preise für Gas und Strom blieben hingegen im März stabil, schreibt Statec.

Fleisch und Kaffee teurer

Auch die Lebensmittel wurden im März teurer. Hier verzeichnete Statec einen Anstieg im Jahresvergleich von 2,7 Prozent. Vor allem für Frischfleisch (plus 5,6 Prozent), Gemüse (plus 3,6 Prozent) und Kaffee (plus 11,5 Prozent) mussten die Konsumenten deutlich mehr hinlegen als noch vor einem Jahr. Pflanzenöl und Teigwaren wurden dagegen billiger. Gegenüber dem Februar stiegen die Lebensmittelpreise jedoch nur um 0,2 Prozent.

Bei den Dienstleistungen liegt die Teuerungsrate im Jahresvergleich bei 2,5 Prozent. Den Anstieg gegenüber Februar führt Statec auf höhere Preise für Pauschalreisen und Kinderbetreuung zurück. Auch das Giro-Konto wurde offenbar teurer: Bei den Bankgebühren stellte Statec einen Anstieg um acht Prozent im Jahresvergleich fest.

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