Luxemburg
Schlusslicht in Europa? Konjunktur wird durch Rückgang in der Bauwirtschaft getrübt
Statec hat am Donnerstag einen neuen Konjunkturbericht veröffentlicht. Das Papier könnte als „durchwachsen“ beschrieben werden. Einerseits erholt sich die Stimmung bei den Luxemburger Unternehmen, zumindest im Vergleich zum Tiefpunkt im Herbst. Zahlen aus dem Bausektor senden dagegen aber ein grelles Alarmsignal.
Hier wird gebaut: Baustelle auf Belval im Januar Foto: Editpress-Archiv/Julien Garroy
Die Stimmung in der Wirtschaft in der Eurozone scheint sich zu bessern – aber in Luxemburg bereitet offenbar vor allem die Immobilienwirtschaft Sorgen. Das berichtet die Statistikbehörde Statec in ihrem monatlichen Konjunkturbericht. Demnach ist die Zahl der Baugenehmigungen in der gesamten EU zurückgegangen, im Großherzogtum aber besonders stark. „Luxemburg gehört zu den Ländern, in denen die Baugenehmigungen 2022 am stärksten zurückgingen, mit einem Rückgang von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, schreibt Statec. Zum Vergleich: In den beiden anderen Benelux-Ländern ist der Rückgang um die 15 Prozent stark. „Es ist möglich, dass der Anstieg der Kosten für Bauleistungen die Investitionspläne nach unten gedrückt hat“, analysieren die Statistiker. Darüber hinaus könnte der Anstieg der Bauzinsen die Tätigkeiten beeinträchtigt haben.