Post Finance

Nach Eboo-Update: Immer mehr Kunden melden Probleme

Am Donnerstag veröffentlichte das Tageblatt einen Artikel über einen Post-Kunden, der keinen Zugang zu seinem Bankkonto mehr hat. Auf Facebook melden sich jetzt Leute, die mit dem gleichen Problem konfrontiert sind.

Laut Facebook-Kommentaren erhält man vom Kundendienst der Post wenig Hilfe

Laut Facebook-Kommentaren erhält man vom Kundendienst der Post wenig Hilfe Foto: Editpress/Didier Sylvestre

„Seit dem 7. Juli warte ich auf mein Geld, das ich von einer anderen Bank auf Visa überwiesen habe“, schreibt eine Eboo-Nutzerin auf Facebook. Bei Anrufen an den Kundendienst hätte man sie immer vertröstet. Guy Schubert, langjähriger Post-Kunde, berichtet in einem Interview mit dem Tageblatt, dass er seit drei Wochen keinen Zugang zu seinem Bankkonto hat. Seitdem teilen immer mehr Leute auf Social Media ähnliche Vorfälle.

„Jetzt reicht’s“

„Ich bin auch betroffen und finde das eine riesengroße Sauerei und Inkompetenz, dass sie diese technischen Probleme nicht behoben kriegen“, kommentiert eine weitere Post-Kundin. Sie habe seit zwei Wochen keinen Zugang mehr und werde ihr Konto jetzt schließen. „Jetzt reicht’s.“

Auch die Acht-Euro-Gebühr, die man am Bankschalter bezahlen muss, führt zu Empörung. Wer eine Papierüberweisung oder eine Ausgabe der Bankbescheinigung möchte, muss dafür jedes Mal bezahlen – und das, obwohl die gebührenfreien Online-Dienstleistungen momentan für viele Kunden nicht möglich sind. Auf Facebook wird argumentiert, dass die Gebühr wegfallen soll, bis alle Bankdienste der Post wieder zur Verfügung stehen. Bisher hat die Post auf solche Kommentare nicht reagiert.

Ein Lichtblick

Allerdings hat die Eboo-App am Freitagmorgen ein weiteres Update erhalten. Die Version 10.0.6 enthält laut App-Store „verschiedene funktionale und optische Verbesserungen“. Dies scheint aktuelle Probleme jedoch nicht gelöst zu haben. „Direktüberweisungen funktionieren bei mir immer noch nicht“, schreibt ein Kunde auf Facebook fünf Stunden nach dem Update.

Eine gute Nachricht gibt es jedoch: Guy Schubert wurde am Freitagmittag von der Post kontaktiert. Nachdem der Artikel des Tageblatt über die Eboo-Probleme, mit denen er zu kämpfen hatte, veröffentlicht wurde, hat der langjährige Kunde einen Anruf von der Post erhalten. Nach drei Wochen hat er jetzt wieder Zugang zu seinem Bankkonto.

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