Maschinenbaufirma

Luxemburgs Regierung verkauft 40 Prozent der Aktien der Paul-Wurth-Gruppe

Luxemburgs Regierung verkauft 40 Prozent der Aktien der Paul-Wurth-Gruppe

Foto: Editpress-Archiv/Tania Feller

Die Regierung will laut dem Luxemburger Wort ihre 40-prozentige Beteiligung an der Paul-Wurth-Gruppe verkaufen. Nach dem Verkauf der Anteile des Staats, der „Société Nationale de Crédit et d'Investissement“ (SNCI) und der „Spuerkeess“ an das Mutterunternehmen, die SMS-Gruppe, werde sich das luxemburgische Unternehmen dann vollständig in der Hand deutscher Aktionäre befinden.

Seit dem 17. Dezember 2012 gehört die Paul-Wurth-Gruppe zur Unternehmensgruppe SMS, die 59,1 Prozent des Kapitals hält. Das Industrietechnikunternehmen ist im Bau von Maschinen für die Stahlindustrie, insbesondere von Hochöfen, tätig. Der deutsche SMS-Verbund steckt derzeit laut Medienberichten in einer Krise und muss Stellen abbauen.

Der „Lëtzebuerger Chrëschtleche Gewerkschaftsbond“ (LCGB) äußerte sich am Donnerstagnachmittag ebenfalls per Pressemitteilung zu dem Thema. Die Gewerkschaft habe nach der Ankündigung sofort ein dringendes Treffen mit den Ministern für Finanzen und Wirtschaft gefordert, um den „Rückzug“ des Staates nachvollziehen zu können. „Der LCGB bedauert zutiefst, dass die erste Prägung der luxemburgischen Stahlindustrie an ein ausländisches Unternehmen verkauft werden soll, auf Kosten ihrer mehr als 150-jährigen Geschichte im Großherzogtum und ihrer starken wirtschaftlichen Identität.“ Außerdem stehe die SMS Group derzeit vor einer großen Umstrukturierung, weshalb der LCGB darauf bestehe, die notwendigen Garantien zu erhalten, dass diese keine negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung in Luxemburg haben werde.

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