Statec

Luxemburger verreisen so oft wie nie zuvor – trotz Rekordkosten

Trotz hoher Preise reisen die Luxemburger so oft wie nie. Wohin das meiste Geld floss, zeigt ein neuer Statec-Bericht.

Urlauber nutzen das warme und sonnige Wetter für einem Strandbesuch

Urlauber nutzen das warme und sonnige Wetter für einem Strandbesuch Foto: Jens Büttner/dpa

Reiselust auf Rekordniveau: Die Luxemburger sind 2025 durchschnittlich 5,2-mal verreist. Auch die Ausgaben waren historisch hoch, wie das Statec am Donnerstag in einem Bericht mitteilte.

So teuer wie nie zuvor

Rund 470.000 Reisefreudige absolvierten laut Statec im Jahr 2025 knapp 2,9 Millionen Freizeitreisen. Der Anteil der Bürger Luxemburgs, die mindestens eine Reise mit einer Übernachtung unternommen haben, lag bei 82,9 Prozent – ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben ist.

Gleichzeitig sind die Gesamtausgaben für Urlaubstrips auf die Rekordsumme von knapp 3,8 Milliarden Euro geklettert. Die durchschnittlichen Kosten pro Freizeitreise stiegen 2025 auf den historischen Höchststand von 1.304 Euro pro Person.

Kürzere Trips, teurere Betten

Verantwortlich für den Kostenanstieg waren primär die Aufwendungen für Transportmittel mit durchschnittlich 349 Euro sowie steigende Unterbringungskosten, schrieb Statec. Der Preis für eine Übernachtung verteuerte sich im Schnitt von 179 Euro im Jahr 2024 auf rund 192 Euro im Jahr 2025. Die Ausgaben für die Unterkunft pro Reise summierten sich auf durchschnittlich 478 Euro.

Parallel dazu verzeichnete Statec eine Verkürzung der Reisedauer. Die durchschnittliche Länge der Aufenthalte sank von 7,2 Nächten im Jahr 2024 auf 6,8 Nächte 2025. Die einwöchige Reise blieb allerdings weiterhin die beliebteste Urlaubsform. Zudem waren Städtetrips sehr gefragt: Mehr als die Hälfte aller Aufenthalte (53,1 Prozent) führten dorthin.

Frankreich bleibt beliebtestes Reiseziel

Bei den Reisezielen lag Frankreich mit einem Anteil von 20,2 Prozent erneut an der Spitze, gefolgt von Deutschland (12,1 Prozent), Portugal (8,1 Prozent), Italien (8,0 Prozent) und Spanien (7,5 Prozent). Europa blieb mit 92,4 Prozent aller Trips der dominierende Zielkontinent.

Bei den Transportmitteln dominierte das Auto mit 50,6 Prozent, während 37,5 Prozent der Reisen mit dem Flugzeug absolviert wurden.

Bei den Tagesausflügen unternahmen im Schnitt 28,1 Prozent der Befragten pro Quartal einen Trip ins Ausland – primär zum Shopping (40,8 Prozent). Inländische Tagesausflüge wiesen eine Quote von 24,7 Prozent auf.

Einbruch im Geschäftstourismus

Im Gegensatz zum Freizeitsektor verzeichnete der Geschäftstourismus einen deutlichen Rückgang. Lediglich 16,3 Prozent der Erwerbstätigen traten 2025 mindestens eine Dienstreise mit Übernachtung an – im Jahr 2024 waren es noch 25,5 Prozent.

Die Gesamtzahl der Geschäftsreisen sank ebenfalls: von rund 454.000 auf 421.000. Die durchschnittlichen Kosten pro Dienstreise blieben mit 1.424 Euro allerdings hoch, schrieb Statec. Der Großteil der geschäftlichen Fahrten (90,7 Prozent) konzentrierte sich wie bei den Freizeitreisen auf den europäischen Raum – ebenfalls mit Frankreich als Hauptziel.

1 Kommentare
Grober J-P. 24.07.202618:33 Uhr

Maikäfer flieget solange ihr noch könnt. Bald ist Pommerland abgebrannt, Franzosenland, Portugiesenland und bald auch unser Land. Eure Väter sind im Krieg, soweit will ich nicht denken.

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