Platz Zwei
Luxemburg ist zum Auswandern bei Expats äußert beliebt
Im Auswanderungsranking eines britischen Versicherungsanbieters belegt das Großherzogtum Platz zwei. Vor allem die hohen Gehälter ziehen viele Expats an.
Luxemburg ist vor allem wegen den hohen Gehältern sehr beliebt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Wenn Luxemburg eines kann, dann vor allem eins: hohe Gehälter zahlen. Das Großherzogtum führt die Liste mit dem höchsten Durchschnittslohn aller OECD-Länder an. Kein Wunder also, dass das Land bei Expats sehr beliebt ist. In einer neuen Studie des britischen Versicherungsanbieters William Russell belegt Luxemburg Platz zwei der am einfachsten auszuwandernden Staaten. Zumindest aus britischer Sicht.
Mit 3,22 von 10 Punkten muss sich das Großherzogtum nur Deutschland geschlagen geben, das 3,03 Punkte erreicht. Schweden vervollständigt mit 3,48 Punkten das Podium. Der Versicherungsanbieter bewertet Visumsfaktoren, Erschwinglichkeitsfaktoren sowie Auswanderergemeinschaft und Integrationsfaktoren in seinem Ranking. Am Schluss ist die durchschnittliche Punktzahl entscheidend: Je geringer sie ist, desto besser.
Für Deutschland sprechen laut William Russel vor allem zwei Gründe: billige Visa und günstige Flüge (die von London in die jeweilige Hauptstadt berechnet werden). Luxemburg übertrumpft sein Nachbarland sogar in den meisten Kategorien: günstigere Flüge, höheres Gehalt, mehr Jobs, mehr Expats. Oder ist zumindest ebenbürtig wie beim Visa-Prozess oder den Visa-Kosten. Nur die hohen Lebenskosten und die höhere Arbeitslosenrate verhindern, dass das Großherzogtum auf den Thron steigt. Die letzten Plätze
Die letzten Plätze
Auf der anderen Seite des Spektrums befinden sich Indonesien mit 7,57, Japan mit 6,48 und Litauen mit 6,35 Punkten.
Indonesien gilt in der Studie wegen seines niedrigen Anteils an Expats und weniger Stellenangeboten als das schwierigste Land. Neuankömmlinge haben es deswegen laut William Russel nicht besonders leicht.
Japan ist vor allem wegen der teuren Flüge und der Sprachbarriere auf dem zweitletzten Platz gelandet. Japan hat laut dem „EF English Proficiency Index“ eines der weltweit niedrigsten Englischkenntnisse. Zudem sind Japanisch und Englisch wegen der unterschiedlichen Schriftsysteme und Grammatiken besonders weit voneinander entfernt.
Litauen liegt unter allen europäischen Ländern auf dem letzten Platz. Eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote und ein niedriger Integrationswert besiegeln das Schicksal des baltischen Staates. Laut der Studie ist vor allem die Flüchtlingskrise von 2021 für die feindselige Haltung gegenüber Migranten verantwortlich.