Wirtschaftskrise

„Luxemburg ist schon über den Punkt hinaus, wo es ohne größere Schmerzen reformieren kann“

Luxemburgs Privatsektor schafft kaum noch neue Jobs, der öffentliche Dienst wächst munter weiter. Was wie ein Puffer in Zeiten schwacher Konjunktur aussieht, ist in Wahrheit ein strukturelles Problem.

Mann gibt Geldscheine mit beiden Händen aus, Symbol für finanziellen Verlust und unkontrolliertes Ausgeben

Wer das Geld mit beiden Händen ausgibt, hat irgendwann keines mehr Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Täglich 30 neue Arbeitsplätze. So lief das jahrelang in Luxemburg. Privatbetriebe stellten ein, Grenzgänger kamen, die Wirtschaft brummte. 2025 waren es noch 2,6 neue Jobs. Pro Tag, im gesamten Privatsektor eines Landes mit einer halben Million Beschäftigten. Der Staat dagegen: zwölf neue Stellen täglich, wie in Luxemburgs besten Zeiten. Insgesamt 4.400 neue Jobs in Verwaltung, Gesundheit und Bildung, gegenüber mageren 900 im privaten Sektor. Von den rund 5.300 neuen Arbeitsplätzen, die Luxemburg 2025 netto geschaffen hat, werden 83 Prozent aus öffentlichen Kassen bezahlt.

Was passiert mit einem Wirtschaftsmodell, wenn der Staat zunehmend der einzige Motor ist, der noch läuft? Und welche Motoren fallen aus?

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