Stahlbranche
Liberty Steel wohl bereit, Düdelinger Werk zu verkaufen – Regierung will „zuverlässigen“ Interessenten gefunden haben
Einem aktuellen Bericht zufolge hat die Direktion von „Liberty Steel“ in Düdelingen ihre Bereitschaft erklärt, das Werk mit noch rund 170 Angestellten (von einst 300) wieder zu verkaufen. Eine solche Nachricht erhoffen sich zwar auch die Gewerkschaften seit längerem – aufgrund der gemachten Erfahrungen bleiben die Reaktionen trotzdem zunächst verhalten. Die Regierung erklärt jedenfalls, sie sei entsprechend bereit: Einen seriösen Interessenten habe man längst an der Hand.
Foto: Editpress/Julien Garroy
Kommt jetzt neue Bewegung in das Dossier des Galvanisierungswerks in Düdelingen? Die ehemalige ArcelorMittal-Niederlassung wird seit dem Kauf 2019 von der Liberty-Steel-Gruppe betrieben – beziehungsweise eben nicht: Nicht nur blieben versprochene Investitionen in den Standort aus, auch der Produktionsbetrieb wurde immer weiter Richtung Untätigkeit heruntergefahren – die seit einigen Wochen faktische Realität ist (das Tageblatt berichtete). Die GFG-Holding, in der die Liberty-Stahlwerke zusammengefasst sind, ist seit der Insolvenz ihres Haupt-Kreditgebers Greensill ihrerseits in Schieflage geraten – und wegen des Verdachts des Betrugs, des betrügerischen Handels und der Geldwäsche ins Visier britischer Ermittler.