Wohnungsmarkt
Immobilienpreise in Luxemburg sinken – außer im Süden
Eine neue Analyse von Immotop zeigt, dass die Immobilienpreise in Luxemburg 2025 gesunken sind. Nur der Süden macht nicht mit. Aber auch zwischen den einzelnen Energieklassen bestehen große Unterschiede.
Ein Verkaufsschild steht vor einem Haus irgendwo in Luxemburg Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Der angespannte Wohnungsmarkt in Luxemburg atmet auf. Zumindest ein bisschen. Und nicht überall. Laut einer neuen Analyse des Immobilienportals Immotop sind die Preise im vierten Quartal 2025 um 0,5 Prozent im Jahresvergleich gesunken. Ein Quadratmeter kostet damit im Durchschnitt 8.329 Euro. Laut Immotop bestätigt der Markt damit eine „moderate, schrittweise Anpassung“. Der Preisrückgang fällt dabei zum vorherigen Quartal mit -2,5 Prozent besonders groß aus. Eine Region macht dabei aber nicht mit: der Süden des Großherzogtums.
Der Süden ist laut Immotop die einzige Region, die einen Preisanstieg verzeichnet hat. Zwischen Ende 2024 und Ende 2025 sind dort Immobilien um 2,2 Prozent teurer geworden. Im Zentrum gab es hingegen mit -0,3 Prozent einen leichten und im Norden, Westen und Osten einen „deutlichen“ Rückgang. Immotop sieht den Grund in einem „stark differenzierten Markt“. Soll heißen: Die Lage einer Immobilie spielt eine immer größere Rolle beim Preis.
Energieklassen sorgen für große Unterschiede
Große Unterschiede gibt es auch zwischen den Energieklassen. Während Immobilien der drittniedrigsten Klasse G im vierten Quartal 2025 7.070 Euro pro Quadratmeter kosteten, lag der Durchschnittspreis für Wohnungen der Klasse A bei 9.302 Euro pro Quadratmeter. Preise für neue oder sanierte Immobilien liegen damit ein gutes Stück über dem Durchschnittspreis in Luxemburg. Für Immotop deutet das darauf hin, dass Energieeffizienz nach wie vor ein „Wertsteigerungsfaktor“ ist. Allerdings haben auch die Preise in der Klasse A im Vergleich mit dem dritten Quartal 2025 etwas nachgelassen.
Besonders teuer sind Immobilien nach wie vor in Luxemburg-Stadt. Trotz eines Rückgangs um 3,4 Prozent zum Vorquartal liegt der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter Ende 2025 bei 11.861 Euro. Das teuerste Pflaster ist Neudorf-Weimershof. Hier müssen 13.279 Euro für einen Quadratmeter auf den Tisch gelegt werden – also rund 60 Prozent mehr als im Durchschnitt.
Mieten sind teurer geworden
Mieter gucken indes in die Röhre. Die Mieten sind nämlich nicht wie die Verkaufspreise gesunken – im Gegenteil. Der Preis für einen Quadratmeter liegt laut Immotop im vierten Quartal 2025 in Luxemburg bei 31,1 Euro. Das sind 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr. (dr)