Luxemburg

Fedil bekommt neue Führung – und lehnt eine Mindestlohn-Erhöhung ab

Die Fedil stellt ihre Führung neu auf und positioniert sich klar gegen eine strukturelle Erhöhung des sozialen Mindestlohns.

Personengruppe bei FEDIL-Konferenz lehnt strukturelle Erhöhung des sozialen Mindestlohns ab, Wirtschaftsthema Luxemburg

Die Fedil kritisiert eine mögliche „arbeitsplatzvernichtende Lohnspirale im privaten Sektor“ Symbolfoto: Freepik

Die Fedil (Dachverband der Industrie- und Unternehmerverbände Luxemburgs) bekommt einen neuen Präsidenten. Wie der Arbeitgeberverband am Freitag mitteilte, tritt Alex Schumann am 27. April die Nachfolge von Georges Rassel an. Dieser dankt nach zwei Jahren an der Spitze ab.

Schumann ist Produktionsleiter bei Goodyear Luxemburg und seit 2022 Mitglied des Verwaltungsrats der Fedil. Im April 2024 wurde er zum Vizepräsidenten ernannt. Dieses Amt übernimmt nun Frank Thomé, der gemeinsam mit Jean-Louis Schiltz als Vizepräsident fungiert.

Regierung müsse ihre Prioritäten „rasch klären“

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und Störungen in den Lieferketten betont der Verwaltungsrat der Fedil zudem die Wichtigkeit, „mit der Regierung die Auswirkungen auf die Inflation und die Wirtschaftstätigkeit zu antizipieren und rechtzeitig Korrekturmaßnahmen vorzubereiten“.

Die Fedil lehnt zudem eine strukturelle Erhöhung des sozialen Mindestlohns „entschieden“ ab und warnt vor negativen Signalen sowie zusätzlicher Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt. Die Regierung müsse ihre Prioritäten „rasch klären“. Die Fedil kritisiert eine mögliche „arbeitsplatzvernichtende Lohnspirale im privaten Sektor“ und betont, dass es keine verpflichtenden EU-Vorgaben für eine solche Erhöhung gebe. Ein Ausgleich würde die Folgen – insbesondere im Zusammenspiel mit künftigen Indexanpassungen – nicht mindern. (les)

1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 20.03.202613:30 Uhr

Als Patronatsvertreter kann die FEDILM ja kaum sozialen Unfug zu verzapfen (aus ihrer Sicht)....

Das könnte Sie auch interessieren

Nächster Preisschock

15 Cent mehr: Diesel überschreitet 2-Euro-Marke