Schwimmen

Zwischen Nervosität und Kontrolle: Über mentale Stärke bei einer EM

Wie ist es eigentlich, wenn man als 16-jährige Luxemburgerin bei der ersten EM-Teilnahme Olympiasieger am Frühstücksbuffet begegnet? Wie schnell muss man laufen, wenn man wenige Minuten vor dem Start bemerkt, dass man die falsche Schwimmkappe in den Händen hält? Aufregung, Stress, Nervosität: Die FLNS-Athleten nahmen das Tageblatt mit auf ihre emotionalen Höhen und Tiefen vor den Rennen.

Musik gehört für Emma Barthel zur Renn-Vorbereitung dazu

Musik gehört für Emma Barthel zur Renn-Vorbereitung dazu Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Als die 16-Jährige Emma Barthel am Mittwoch mit einem großen Lachen aus dem Becken stieg, hatte das sportliche Gründe. Bei ihrem allerersten Einsatz bei einer Europameisterschaft (im Seniorsbereich) verbesserte sie gleich ihren Landesrekord über 400 m Lagen. Keine Selbstverständlichkeit, bedenkt man, wie aufregend so ein riesiges Event sein kann. „Es kam mir entgegen, dass ich an den ersten Tagen zuschauen konnte“, erklärte die Schwimmerin.

Dass ihr im Teamhotel schon mal Topstars wie Léon Marchand über den Weg laufen, nahm sie gelassen. Small Talk oder ein Selfie gab es nicht. „Er kennt mich nicht“, sagte sie lachend. „Ich habe mir in diesem Moment eigentlich selbst gesagt, dass er ein Schwimmer ist und ich eine Schwimmerin. Wir haben das gleiche Ziel.“ Denn inzwischen spürt Barthel, dass sie in dieser Welt dazugehört. „Es ist nicht unbedingt die Platzierung, die zählt, sondern die Zeit, die bei deinem Rennen herausspringt.“

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