Radsport
Ein Top-Ten für die FSCL zum Abschluss im Zeitfahren: Die Rad-EM ist beendet
Zum Abschluss der Radsport-EM hat es für die FSCL noch mal für einen Top-Ten-Platz im Zeitfahren gereicht. Elena Lopes wurde bei den Juniorinnen Neunte.
Alex Kirsch fuhr bei den Männern auf Platz 21 Foto: FSCL/Hugo Barthélemy
Auch am Mittwoch, einen Tag nach der Bronzemedaille in der Mixed-Staffel, durfte man im luxemburgischen Lager in zufriedene Gesichter blicken. „Wir sind wirklich sehr zufrieden“, sagte Alex Kirsch. „Das war eines meiner Ziele in der Saison. Ich bin seit zwei Jahren daran am Arbeiten und am Versuchen, die anderen zu motivieren. Es ist schön für das ganze Team, alle sind involviert. Ich hätte nicht gedacht, dass wir es so schnell hinbekommen würden.“
Der Mittwoch stand zum Abschluss der Rad-EM in Slowenien ganz im Zeichen der Zeitfahren. Los ging es um 9.15 Uhr mit dem Zeitfahren der Juniorinnen, bei dem die FSCL gleich das beste Resultat des Tages einfuhr: Elena Lopes, die bereits im Straßenrennen als Zwölfte überzeugt hatte, schaffte es diesmal in die Top Ten. Die 22 Kilometer rund um Sencur bewältigte sie in 36:53 Minuten und wurde damit Neunte unter insgesamt 41 Teilnehmerinnen. „Ich bin zufrieden“, sagte die 18‑Jährige. „Ich habe mich gut gefühlt. Ich hatte nicht erwartet, dass ich in die Top Ten komme.“
June Nothum, die zweite FSCL-Juniorin am Start, wurde 23. und lag 3:01 Minuten hinter der Siegerin. Gold ging an die Spanierin Alejandra Neira, die drei Sekunden schneller als die Belgierin Laura Fivé und zehn Sekunden schneller als die Litauerin Auguste Mikutyte war.
Auch bei den Junioren ging Gold nach Spanien. Benjamin Noval wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der 18-Jährige dominiert die Szene bei den Junioren: Bei der WM in Montréal gewann er sowohl das Straßenrennen als auch das Zeitfahren, jetzt ist er auch Europameister im Zeitfahren. Im Straßenrennen wurde er 16. Das spanische Mega-Talent hat für 2027 und 2028 bereits beim WorldTour-Team Ineos Grenadiers unterschrieben.
Das Zeitfahren in Slowenien gewann er allerdings hauchdünn: Malthe Risbjerg aus Dänemark war gerade mal 0,03 Sekunden langsamer. Bester Luxemburger wurde Maximilien Outlet als 34., 3:00 Minuten hinter Noval. Dave Cichy wurde 39., Thibault Hansen 50. Insgesamt waren 64 Radsportler am Start.
Gwen Nothum 15.
Bei den U23-Frauen ging der EM-Titel an die Vize-Weltmeisterin im Zeitfahren, Nienke Vinke. Die Niederländerin setzte sich vor ihrer Landsfrau Megan Arens und der Slowakin Viktoria Chladonova durch. Gwen Nothum war 3:03 Minuten langsamer und wurde 15. Nur einen Platz dahinter landete Liv Wenzel.
„Im Nachhinein bin ich zufrieden“, sagte Nothum. „Am Anfang habe ich mich nicht gut gefühlt. Dann habe ich gedacht, dass das Pacing wichtig und entscheidend sein wird. Also habe ich einfach versucht, ein intelligentes Rennen zu fahren und alles aus mir herauszuholen. Am Ende konnte ich nicht mehr machen.“
Liv Wenzel sagte: „Ich habe die Anstrengung von Dienstag (mit der Mixed-Staffel) noch gespürt. Ich konnte im Berg nicht das drücken, was ich mir vorgenommen habe. Ich bin aber zufrieden.“ Die einzige Kategorie, in der kein Luxemburger an den Start ging, war jene der U23-Männer. Gold ging auch hier nach Spanien – an Héctor Alvarez, der bereits das Straßenrennen gewonnen hatte.
Roglic siegt zu Hause
Bei der Elite der Frauen setzte sich Marlen Reusser durch, die bereits den WM-Titel im Zeitfahren gewonnen hatte. Die Schweizerin war 23 Sekunden schneller als die Niederländerin Demi Vollering und 1:10 Minuten schneller als die Französin Juliette Berthet. Nina Berton war 3:36 Minuten langsamer und wurde 13., Marie Schreiber belegte Rang 16 mit einem Rückstand von 4:14 Minuten.
Bei den Männern ging Gold an Lokalmatador Primoz Roglic, der sich vor den beiden Franzosen Bruno Armirail (0:06 zurück) und Maxime Decomble (0:28) durchsetzte. Alex Kirsch war 1:36 Minuten langsamer. „Bin zufrieden, die Vorbereitung in den letzten Wochen war nicht ideal, zudem war der Parcours sehr schwer und lag mir nicht so richtig“, sagte Kirsch. Mathieu Kockelmann wurde 25. auf 1:59 Minuten.
Im Überblick
Radsport-Europameisterschaft, Zeitfahren:
Juniorinnen (22 km/41 Teilnehmerinnen):
1. Alejandra Neira (Spanien) in 35:45, 2. Laura Fivé (Belgien) 0:03 zurück, 3. Augusté Mikutyte (Litauen) 0:10, ... 9. Elena Lopes (Luxemburg) 1:08, ... 23. June Nothum (Luxemburg) 3:01
Junioren (22 km/64 Teilnehmer):
1. Benjamin Noval (Spanien) 29:46 Minuten, 2. Malthe Risbjerg (Dänemark) 0:00,03, 3. Vic De Smet (Belgien) 0:07, ... 34. Maximilien Outlet (Luxemburg) 3:00, ... 39. Dave Cichy (Luxemburg) 3:43, ... 50. Thibault Hansen (Luxemburg) 4:14
U23-Damen (22 km/28 Teilnehmerinnen):
1. Nienke Vinke (Niederlande) 32:36, 2. Megan Arens (Niederlande) 0:36, 3. Viktoria Chladonova (Slowakei) 0:42, ... 15. Gwen Nothum (Luxemburg) 3:03, 16. Liv Wenzel (Luxemburg) 3:05
U23-Herren (22 km/37 km):
1. Héctor Alvarez (Spanien) 28:44, 2. Matisse Van Kerckhove (Belgien) 0:03, 3. Kasper Haugland (Norwegen) 0:19
Elite-Damen (22 km/25 Teilnehmerinnen):
1. Marlen Reusser (Schweiz) 31:30, 2. Demi Vollering (Niederlande) 0:23, 3. Juliette Berthet (Frankreich) 1:10, ... 13. Nina Berton (Luxemburg) 3:36, ... 16. Marie Schreiber (Luxemburg) 4:14
Elite-Herren (22 km/43 Teilnehmer)
1. Primoz Roglic (Slowenien) 28:16, 2. Bruno Armirail (Frankreich) 0:06, 3. Maximie Decomble (Frankreich) 0:28, ... 21. Alex Kirsch (Luxemburg) 1:36, ... 25. Mathieu Kockelmann (Luxemburg) 1:59