Champions League

Wie einst Ronaldo und Beckenbauer? Dembélé jagt mit Paris den Titel-Hattrick

Paris Saint-Germain strebt in der Königsklasse den dritten Titel in Serie an, doch das Zauberteam schwächelt. Eine Chance für die Rivalen um Bayern München?

Ousmane Dembélé könnte zum dritten Mal in Folge die Champions League gewinnen

Ousmane Dembélé könnte zum dritten Mal in Folge die Champions League gewinnen Foto: AFP/Anne-Christine Poujoulat

Alfredo Di Stéfano. Johan Cruyff. Franz Beckenbauer. Cristiano Ronaldo. Und im nächsten Jahr Ousmane Dembélé? Der Stürmerstar peilt mit Paris Saint-Germain den Titel-Hattrick in der Champions League an – und könnte sich so seinen Platz im Pantheon der Königsklasse an der Seite der ganz Großen sichern.

„Ich habe noch immer diesen Wunsch und diesen Hunger, mit diesem Klub, dem Trainerstab und der gesamten Mannschaft zu gewinnen“, sagte Dembélé: „Das ist alles, woran ich denke.“ Die Mission des Titelverteidigers startet am Mittwoch (21.00 Uhr) zu Hause gegen Slovan Bratislava, der Sehnsuchtsort von PSG ist klar: das Finale in Madrid am 5. Juni 2027.

Den Titel dreimal in Serie zu gewinnen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Und die Rivalen von Bayern München, Real Madrid, dem FC Barcelona oder dem FC Arsenal sehnen sich danach, Paris vom Thron zu schubsen. Zumal die Mannschaft von Trainer Luis Enrique etwas schwächelt, in der Ligue 1 haben Dembélé und Co. einen absoluten Fehlstart hingelegt und sind überraschend noch ohne Sieg. Doch die Konkurrenz braucht sich keinen Illusionen hinzugeben, dass Paris seine Gier verloren hat.

„Den Hattrick zu schaffen, ist unser Ziel“, sagte Kapitän Marquinhos vor dem Start der neuen Saison: „Aber wir wissen, dass das sehr schwierig wird, und dass uns Hindernisse im Weg stehen werden.“ So war es auch in den Jahren 2025 und 2026, als Paris nach dem Abgang von Superstar Kylian Mbappé und zahlreichen Enttäuschungen plötzlich auf europäischer Bühne glänzte. Und es Enrique schaffte, dass sein Team trotz vorheriger Probleme im entscheidenden Moment immer topfit war.

Paris will Geschichte schreiben

Und wenn PSG in Bestform antritt, ist die Mannschaft spektakulär anzusehen. Das Tempo in der Offensive um Dembélé und Chwitscha Kwarazchelia ist furchteinflößend. Zwar wurde mit Bradley Barcola ein wichtiger Offensivdribbler für 125 Millionen Euro an den FC Liverpool verkauft, aber dafür kam Ferran Torres neu an die Seine – der Angreifer hatte Spanien mit seinem Treffer gegen Argentinien im Sommer zum Weltmeister gemacht.

Und so könnten die Ansprüche in Paris weiterhin kaum größer sein, mit einem dritten Champions-League-Titel in Serie würden sie Geschichte schreiben. Seit Einführung der modernen Königsklasse 1992 gelang das erst Real um Ronaldo (2016 bis 2018), Ajax Amsterdam mit Cruyff (1971 bis 1973) und dem FC Bayern mit Beckenbauer (1974 bis 1976) gelangen drei Triumphe im Europapokal der Landesmeister, Di Stéfano mit den Königlichen sogar fünf (1956 bis 1960).

Auch Paris will eine Ära prägen, Erfolgstrainer Enrique hat gerade erst seinen Vertrag bis 2030 verlängert. „Und ich bin motivierter als in meinem ersten Jahr“, sagte der Spanier. Der Konkurrenz sollte das eine Warnung sein.

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