Radsport
Wenzel und Astolfi heißen die neuen Espoirs-Landesmeister
Vor vier Jahren waren die U23-Landesmeister aus Luxemburg, Deutschland und der Schweiz in Diekirch ermittelt worden. In Weiswampach wurden erstmals auch die Titelträgerinnen der Damen im Rahmen der Vier-Länder-Meisterschaft ermittelt. Dabei trat Liv Wenzel die Nachfolge von Marie Schreiber an. Bei den Herren konnte sich Flavio Astolfi vor Lennox Papi und Mats Berns durchsetzen.
Flavio Astolfi jubelte am Sonntag über den Landesmeister-Titel der Espoirs Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Am Samstagmorgen hatten insgesamt 40 Konkurrentinnen den 10,6 km langen Parcours, der neunmal zu fahren war, in Angriff genommen, darunter die drei Luxemburgerinnen Liv Wenzel, Layla Barthel und Gwen Nothum. Nach zwei Dritteln der Renndistanz waren sämtliche Favoritinnen, darunter auch das FSCL-Trio, noch geschlossen beisammen. Mit dem Vorstoß der Deutschen Hannah Baysal 25 km vor dem Ziel war die entscheidende Phase eingeläutet worden. In der Schlussrunde war es Gwen Nothum, die gleich zweimal attackierte. „Ich bin zunächst geduldig geblieben, um Energie zu sparen, um dann gegen Ende des Rennens etwas zu probieren. Da der Sprint nicht meine Stärke ist, war ich gezwungen, anzugreifen, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Das hat nicht geklappt“, erklärte die 19-Jährige nach dem Rennen.
Nach 93 km kamen noch 27 Konkurrentinnen für die vier Titel in Frage. Als Schnellste auf der ansteigenden Zielgeraden erwies sich die Schweizerin Lorena Leu, vor ihrer Landsfrau Zoe Schiess. Liv Wenzel, die ihre Kräfte gut eingeteilt hatte, sprintete auf Rang drei und wurde ihrer Favoritenrolle somit gerecht. „Das Rennen war etwas hektisch. Ich habe mehrmals versucht, zusammen mit meiner Teamkollegin Tabea Huys zu attackieren, doch das starke Feld hat es uns nicht erlaubt, davonzukommen. Einen Landesmeistertitel zu holen, ist immer etwas Spezielles, zumal ich letzte Woche, durch die Neutralisierung des Elite-Rennens, Pech hatte. Ich bin froh, dass es in meinem letzten Jahr bei den U23 geklappt hat“, freute sich die 22-Jährige. Wie im Vorjahr ging die Silbermedaille an Layla Barthels, die als Neunte zwei Plätze vor Gwen Nothum ins Ziel kam. „Meine Form hat gestimmt und ich war während des gesamten Rennens stets gut positioniert. Mit meinem Resultat bin ich ganz zufrieden“, so Barthels nach der Zieleinfahrt.