Vuelta

Wenzel nach dem Abbruch: „Ich verstehe die Jury-Entscheidung nur teilweise“

Über 155 Kilometer fuhr Mats Wenzel am Montag an der Spitze der 3. Etappe der Vuelta. Er hätte sich wohl das Bergtrikot gesichert. Doch dann kam der Hagel – und am Ende wurde die gesamte Etappe annulliert. Im Tageblatt-Interview hadert der 23-Jährige mit der Entscheidung der Jury.

Mats Wenzel fuhr über 155 Kilometer an der Spitze der 3. Etappe der Vuelta

Mats Wenzel fuhr über 155 Kilometer an der Spitze der 3. Etappe der Vuelta Foto: Kern Pharma

Es war kalt, es war nass und es hagelte – die Wetterbedingungen auf der 3. Etappe der Vuelta a España waren am Montag alles andere als bescheiden. Nach einem ganzen Tag in der Fluchtgruppe war Mats Wenzel (Kern Pharma) am Col de Mont-Louis als Letzter der Gruppe übrig geblieben. Aus dem Peloton schloss anschließend Lorenzo Fortunato (Astana) zu ihm auf. Als der Regen schließlich in Hagel umschlug, kämpften die beiden noch um die Punkte am vorletzten Gipfel für die Bergwertung – ein Duell, das Wenzel für sich entschied.

Im Feld, das etwa 30 Sekunden dahinterfuhr, hatte Tadej Pogacar (UAE) die Nase gestrichen voll. Als die Hagelkörner niederprasselten, fuhr der Slowene an die Spitze des Pelotons und signalisierte mit beiden Armen: Das war es für heute. Die Etappe wurde daraufhin nicht mehr gestartet. „Dumm gelaufen“, lautete das Fazit von Wenzel. „Aber ich habe mich gezeigt, das muss ich mitnehmen. Mehr ist nicht dabei herausgekommen. Eigentlich hätte ich das Bergtrikot, wenn Pogacar die Etappe gewonnen hätte ...“

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