Die Tour in Dänemark
Warum es dänische Radsportler vermehrt nach Luxemburg zieht
Es war der nördlichste Start, der jemals bei der Tour de France erfolgte: Am Freitag begann die 109. „Grande Boucle“ in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Zum Auftakt in Skandinavien erklärt Mountainbiker Søren Nissen, warum es so viele dänische Radsportler ins Großherzogtum zog. Nissen selbst wurde in Dänemark geboren und kam wegen des Radsports nach Luxemburg – damit ging er einen ähnlichen Weg wie Bjarne Riis, Jakob Fuglsang oder Michael Mørkøv.
Søren Nissen ist von Dänemark nach Luxemburg gekommen, um seine Karriere zu lancieren – seit 2018 ist er Luxemburger Foto: Michael Chiaretta | Swiss Epic
Als am Freitag die Tour de France um 16.00 Uhr mit dem Einzelzeitfahren in Kopenhagen startete, saß Søren Nissen nicht gespannt vor dem Fernseher. „Gott sei Dank interessiert mich die Tour nicht mehr so sehr wie früher“, erklärt Nissen. Zu weh habe es ihm getan, den Sprung in den großen Zirkus des Straßenradsports verpasst zu haben. „Der Radsport und die Tour haben alles in meinem Leben ausgemacht. Ich habe mit zwölf Jahren mit dem Radsport angefangen und alles dafür gegeben, um Profi zu werden. Leider hat es nicht gereicht.“