Enovos League
Ettelbrück demonstriert weiter seine Heimstärke
Die Etzella hat ihren Ruf als Heimmacht einmal mehr unter Beweis gestellt und die Amicale Steinsel ungefährdet mit 89:71 geschlagen. Dabei waren der agile Philippe Gutenkauf als treffsicherer Spielgestalter (25 Punkte, 6 Assists) und Nicholas Davis unter dem Korb (18 Punkte, 14 Rebounds) in einer geschlossenen Mannschaft einmal mehr die Erfolgsgaranten.
Adrian Delph und Ettelbrück waren einmal mehr zuhause nicht zu stoppen Foto: Editpress/Fernand Konnen
Die Gäste konnten das Selbstvertrauen aus der gedrehten Serie gegen Esch in die Anfangsphase mitnehmen und boten dem Meister aus Ettelbrück zunächst Paroli. Alex Laurent, der defensiv überzeugte und offensiv mit drei Dreiern hervorragend ins Spiel fand, brachte seine Farben früh in Führung (13:17, 6’).
In der Folge fanden die Hausherren jedoch zu ihrem gefürchteten Offensivtempo und gingen durch Thomas Henkel schnell wieder in Front (19:17, 7’). Der Lauf der Etzella setzte sich fort: Philippe Gutenkauf und Billy McDaniel bauten den Vorsprung bis auf 13 Punkte aus (36:23, 14’).
Ein unglücklicher Zweikampf an der Mittellinie zwischen Adrian Delph und Alex Laurent, bei dem Letzterer nach einem unkontrollierten Sturz eine Platzwunde erlitt, sorgte dann für einen kurzen Bruch im Spiel der Hausherren. Doch der eingewechselte Tim Schomer nutzte seine zwei Minuten Einsatzzeit äußerst effektiv und stellte mit acht schnellen Punkten – inklusive eines Buzzer Beater – den Abstand wieder auf 14 Zähler (46:32).
Platzwunde
Mit dem zurückgekehrten Delph fanden die Gastgeber ihre Souveränität wieder und ließen keine Schwächephase mehr zu, sodass die Begegnung frühzeitig entschieden war (77:58, 36’).
Amicale-Spielführer Noah Medeot zeigte sich frustriert über die Leistung seines Teams: „Heute haben wir irgendwie lustlos gespielt, und das reicht dann einfach nicht aus. Die Leistung aus den ersten Minuten müssen wir über 40 Minuten bringen, sonst können wir nicht gegen Ettelbrück bestehen.“
Etzella-Spieler Thomas Henkel sah hingegen keinesfalls einen perfekten Auftritt seiner Mannschaft: „Ich bin gar nicht so zufrieden. Wir standen defensiv nicht so gut, wie wir wollten, und haben viel zugelassen. Entscheidend war heute eigentlich, dass Steinsel nicht gut getroffen hat“, erklärte der Ettelbrücker und verwies auf Verbesserungspotenzial.
Für das zweite Spiel am Donnerstag will der Deutsche ein ähnliches Szenario wie im Viertelfinale vermeiden: „Unser Ziel muss es sein, die Serie dann schon zuzumachen. Dafür müssen wir unser Heimgesicht auch mal auswärts zeigen und dürfen nicht so viel zulassen wie gegen Kordall.“
Dabei erwartet Thomas Henkel einen anders eingestellten Gegner: „Steinsel wird in eigener Halle nochmals alles daransetzen, auf 1:1 zu stellen. Dort müssen wir uns auf eine bessere Trefferquote einstellen, daher wird es entscheidend sein, unseren defensiven Plan konsequenter umzusetzen.“
Noah Medeot wünscht sich hingegen einen besseren kollektiven Auftritt: „Wir müssen uns defensiv besser absprechen, denn die Etzella kam zu vielen freien Würfen. In der Offensive gilt es, die Angriffe konsequenter auszuspielen und nicht beispielsweise abzuschließen, bevor der Rebound besetzt ist. Sonst halten wir das in der ständigen Rückwärtsbewegung nicht durch“, analysierte der Steinseler die Fehlerkette aus dem ersten Spiel.
Statistik
„T“-Bestnote: Philippe Gutenkauf (Etzella Ettelbrück)
Viertel: 27:20, 19:12, 18:14, 25:25
Ettelbrück: P. Gutenkauf 25, Davis 18, McDaniel 16, Delph 9, Henkel 9, Schomer 8, F. Gutenkauf 4, Zenners 0
Steinsel: Sherrell 22, Laurent 14, Richardson 12, Morton 12, Kuresevic 6, Bugeja 3, Theisen 2, N. Medeot 0, A. Medeot 0
Schiedsrichter: L. Weiwers/Isigonis/Greisch
Zuschauer: 425 zahlende
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