Handball
WM- und Olympiagold: Was Luxemburg aus Dinarts Schweden-Geschichte lernen soll
Schweden ist ein Gegner, mit dem Nationaltrainer Didier Dinart viele Erinnerungen verbindet. Mit Frankreich wurde er gegen die Skandinavier Weltmeister und Olympiasieger. Vor dem EM-Qualifikationsduell mit Luxemburg am Sonntag um 16.00 Uhr in der Coque blickt er auf die Momente zurück und sieht Parallelen zu seiner aktuellen Aufgabe.
Didier Dinart gewann gegen Schweden WM- und Olympiagold Foto: EHF
Erst musste er sich Schweden geschlagen geben, später bezwang er die Skandinavier auf dem Weg zu einigen der größten Triumphe seiner Karriere: Didier Dinart verbindet mit dem nächsten Gegner der luxemburgischen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation eine ganz besondere Geschichte. 2001 wurde er gegen die Schweden Weltmeister, 2012 gewann er gegen sie Olympia-Gold. Davor liegen schmerzhafte Niederlagen und ein langer Weg an die Weltspitze. „Ich habe viele Erinnerungen an die Begegnungen mit Schweden – wunderschöne Momente, aber auch schwierige Zeiten. Letztlich sind es gerade diese Erfahrungen, die einen Charakter prägen“, so Dinart.
Als er 1996 zur französischen Nationalmannschaft stieß, war Schweden „die Referenz“ im Welthandball. „Wir mussten einige schmerzhafte Niederlagen hinnehmen, teilweise mit deutlichem Rückstand“, erinnert sich Dinart. Eine davon ist ihm besonders in Erinnerung geblieben. „Es war ein Spiel in Stockholm, das wir mit zwölf Toren Unterschied verloren“, erzählt er. „Ich weiß noch genau, welche Angst ich damals auf dem Spielfeld verspürte. Wir kämpften, suchten nach Lösungen, aber nichts wollte funktionieren. Für einen Wettkämpfer ist das ein furchtbares Gefühl. In solchen Momenten schwört man sich, alles dafür zu tun, so etwas nie wieder erleben zu müssen. Diese Niederlage hat mich geprägt und meinen Ehrgeiz, mich weiterentwickeln zu wollen, noch verstärkt.“